Radsport-Mekka Gardasee

Die Liebe zum Lago

Dicht bevölkert zeigt sich der Gardasee im Sommer. Doch außerhalb der Saison bietet er zwischen Fels und Wasser ein Rennrad-Revier der Extraklasse.

Der Sonntag ist ein besonderer Tag auf Italiens Straßen.” Alessandro Bertolini hebt seine Cappuccino- Tasse und nimmt einen Schluck. „Der Sonntag ist ein besonderer Tag auf Italiens Straßen, denn dann sitzt garantiert die Hälft e der Männer auf dem Rennrad.“ Der Ex-Profi lächelt. Er sitzt an einer Hotelbar in Torbole am Gardasee.

Radsport ist hier ein großes Thema, viele Profis trainieren in der sonnenverwöhnten Region. Und Alessandro gilt als Berühmtheit. Der Mann hat Etappen beim Giro d’Italia und Giro del Trentino gewonnen – und etliche weitere Siege eingefahren. Doch auch für einen Ex-Profi hat eine entspannte Sonntagsausfahrt ihren Charme. Speziell wenn es mit Bruder Thomas auf Tour geht, einem aktiven Profi . Er leert seinen Kaffee, dann geht es los. Die Mission: Rauf auf den Monte Bondone.

Die gut 15 km von ihrer Geburtsstadt Rovereto runter an den See nach Torbole haben die beiden Brüder schon hinter sich. Ganz entspannt und praktisch autofrei, denn mittlerweile verbinden Radwege das Etschtal mit dem Gardasee. Damit wird das Radsport-Mekka noch attraktiver. Das Einschwenken nach Torbole gleicht dann einem Landeanflug: In flotter Fahrt geht es bergab, der Blick öffnet sich von den Felsen hinunter zum tiefen Blau des Sees. Mediterranes Ambiente mit Palmen am Ufer, weiß gekrönte Berge ringsum. Ein Revier der Kontraste! Und eines, das zahllose fantastische Rennrad-Touren bereithält.

Der Klassiker: Die Runde um den See. Die 140-km-Tour empfiehlt sich vor allem in der Vorsaison, denn in der Ferienzeit bildet sich auf den Straßen rund um den Gardasee ein fast durchgehender Stau. Abgase, Hektik, Hitze. Doch jetzt, im Frühjahr, ist davon nichts zu spüren. Autos sind wenige unterwegs, dafür umso mehr Rennräder. Sonntag eben.

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10.03.2014
Autor: Gerhard Eisenschink
© RoadBIKE
Ausgabe 03/2014