Rennrad-Touren auf der Schwäbischen Alb

Im Herbst auf die Schwäbische Alb

Wer dem herbstlichen Grau der Großstadt entfliehen möchte, den verwöhnt die Schwäbische Alb südlich der Region Stuttgart mit überraschenden Momenten – und knalligen Farben.

Auf d’r Alb ischs immer en Kittel kälter!“ Immer eine Jacke kälter sei es auf der Schwäbischen Alb, sagt der Volksmund. Recht hat er. Obwohl keine 30 Kilometer Luftlinie von Stuttgart entfernt, ist es hier oben, auf der bis knapp über 1000 Meter hohen Alb, 5 °C kälter als unten in der Schwabenmetropole – im Jahresdurchschnitt. Doch das Temperaturgefälle ist noch der kleinste Unterschied zwischen dem Mittelgebirge, das Baden-Württemberg von Südwesten nach Nordosten durchzieht, und der nördlich davon gelegenen Region Stuttgart, auf die man von hier oben wunderbar blicken kann.

2,7 Millionen Menschen wuseln dort unten, verstopfen die Straßen der selbst ernannten Autoregion, verbreiten geschäftige Hektik, die gerne mal in Stress ausartet. Nichts, worin sich ein Rennradfahrer wirklich wohl und sicher fühlen könnte. Hier oben wartet eine andere Welt – die man sich allerdings erst erarbeiten muss. Auf die Alb geht es nur über die legendären Albsteigen.

Diese Auffahrten durchkurven die bis zu 400 Meter Höhenunterschied des Albtraufs, wie der nach Nordwesten aufragende Steilabfall der Schichtstufenlandschaft genannt wird. Trotz der auf dem Papier recht geringen Höhendifferenz haben es die Steigen in sich. Jede dieser rund 80 Straßen hat ihre ganz eigene Art: mal breit und fast gemächlich ansteigend, mal kurz und knackig – das volle Programm. Diese Eintrittskarten in die Welt der Alb sind allein Grund genug, mit dem Rennrad hierher zu kommen.

Das Beste aber: Die Alb liegt quasi vor den Toren Stuttgarts. Als Albeinstieg empfiehlt sich – neben dem Touristen-Pflichtstopp Tübingen – das beschauliche Kirchheim unter Teck. Wer mag, gelangt per S-Bahn in 40 Minuten vom Hauptbahnhof Stuttgart nach Kirchheim. Wer den nahenden Verkehrskollaps rund um den Stuttgarter „Kessel“ erleben möchte, kommt per Auto oder Rennrad. Solch ein Trip führt den harten Kontrast zwischen der Aufgeregtheit „da unten“ und der Ruhe auf der Alb besonders eindrucksvoll vor Augen ...

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25.08.2016
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE