Mit Fähre und Rennrad über die Kanaren

Inselhopping

Vier Tage, vier Inseln, ein Fahrrad: Die Hopping-Tour über die Kanaren vereint die zahlreichen Höhepunkte der spanischen Atlantik-Inseln – und sie verlangt dem Sportler einiges ab.

Inselhopping? Das ist eigentlich eher ein Ding für Pauschaltouristen, die sich auf Kreuzfahrtschiffen zwischen den Kanarischen Inseln hin- und herschippern lassen. Doch nach pauschaler Luxusreise steht meiner Frau Lisa nicht der Sinn. Sie möchte die Kanaren anders erleben: Mit Fährschiffen – und dem Rennrad. Vier Inseln in vier Tagen: von Lanzarote über Fuerteventura und Gran Canaria nach Teneriffa. Und ich als Support im Begleitfahrzeug.

Zwei Jahre lang haben wir auf La Palma gelebt – früher. Die große Inseltour war unser Traum, aber irgendwie fehlte es stets an der Zeit. Dafür haben wir jetzt einen triftigen Grund zur Rückkehr. Eigentlich wollten wir das in Form einer organisierten Reise machen, doch die fiel ins Wasser. Also auf eigene Faust! Flüge buchen, Fährverbindungen prüfen, Auto mieten, Hotels aussuchen und, vor allem, die Route planen. Und jetzt sind wir also hier.

Auf Lanzarote fällt der Startschuss zu einem Insel-Happening, das es wahrlich in sich hat. Insgesamt stehen für die kommenden vier Tage fast 500 km und 10 000 Hm auf dem Programm. Das könnten auch die Daten für einen ordentlichen Alpencross sein! Doch statt durchs kontinentale Hochgebirge führt die erste Etappe durch die spektakuläre Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalparks. Karge, schwarze Wüsten aus erkaltetem Lavagestein und dunklen Aschebergen säumen den Weg. Und irgendwo unter dem Asphaltband blubbert eine immer noch recht aktive Magmablase...

Als wir am Abend Playa Blanca erreichen, wartet die Katamaranfähre schon im Hafen. Lisa rollt auf ihrem Renner in den Bauch des Schiffes. Kurz darauf lassen die schweren Dieselmotoren die Fähre erzittern. Auf breiter Kielwasserspur verlässt sie den Hafen. Ein Segelboot zieht vorbei. Dahinter wird die Insel schnell kleiner. Die erste Überfahrt der Kanaren-Tour verfliegt im Nu. In nur 20 Minuten braust der Katamaran nach Corralejo auf Fuerteventura.

Dort wartet die Keule des Pauschaltourismus auf uns: Das ehemalige Fischerörtchen ist mit den endlosen Appartement- und Hotelbauten weit über seine alten Grenzen hinausgewachsen. Ganz im Ernst: Wer will in diesen gesichtslosen Hotelbunkern die wertvollsten Wochen des Jahres verbringen? „Nichts wie weg hier“, sagt Lisa und tritt in die Pedale. Nur ein paar Kilometer später zeigt Fuerteventura sein anderes Gesicht.

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10.02.2014
Autor: Ralf Schanze
© RoadBIKE
Ausgabe 02/2014