Das Jedermann-Team Alpecin 2015 stellt sich vor

Team Alpecin 2015: Torsten Rimkus

Foto: Björn Hänssler
In regelmäßigen Abständen stellt RoadBIKE hier die Fahrer des Jedermann-Equipe Team Alpecin vor. Dieses Mal den 51-jährigen Torsten Rimkus aus Zeven.

Er ist ein echter Spätzünder in Sachen Sport. Erst mit über 40 Jahren entdeckte er die Liebe zum Rennradfahren. „Bei der Bundeswehr haben sie mich Sportabwehrunteroffizier“, genannt erinnert sich der heute 51 Jahre alte Kraftfahrer an seine jungen Jahre. Aber nach dem Motto „Je oller, je doller“ will er es seitdem wissen.

„Ich habe Radsport erst passiv vor der Glotze verfolgt im Zuge des Gelbfiebers um Jan Ullrich und mir dann vor knapp 10 Jahren ein Baumarkt-Rennrad gekauft“, so Torsten Rimkus. Nach einem Jahr Training ging es dann erstmals auf die Rennstrecke: die 100 Kilometer-Runde bei den Vattenfall Cyclassics. Diesem Rennen ist Rimkus seitdem treu geblieben. 2015 wird er im Trikot des Team Alpecin dort antreten – zum neunten Mal in Folge.

„Die Freunde darüber, dass ich es ins Team geschafft habe, ist natürlich riesengroß“, sagt Rimkus und freut sich darauf, die anderen 11 Teammitglieder beim ersten Teamtreffen Ende März in Bielefeld kennenzulernen.

 

Foto: Privat Bisher trainierte Torsten Rimkus nicht nach System. Das soll sich jetzt ändern!

So richtig mit System hat er auf dem Rad noch nicht trainiert. „Ich fahre zwar manchmal locker, dann streue ich wieder Intervalle ein und fahre schneller – aber das mache ich rein nach Gefühl“, sagt der Vater einer volljährigen Tochter. Als Mitglied des Zevener Fahrradvereins dreht er auch mit anderen regelmäßig seine Runden und startet mit den Vereinskollegen bei RTF in der Umgebung. „Aber ein gezieltes Training ist das ja selten. Meist wird – wie bei jeder Gruppenausfahrt – der Asphalt aufgerissen“, sagt Rimkus.

Dass zu intensives Training nicht immer den gewünschten Erfolg bringt, hat er im vergangenen Jahr am eigenen Körper erfahren. „Ich bin bei meinen Trainingsausfahrten wohl immer etwas zu hart gefahren, habe sogar an Gewicht zugelegt und dann bei meinem Saisonhighlight Cyclassics ‚verkackt‘“, so Rimkus.

Trotz des „Misserfolgs“ hat er die Cyclassics 2014 in guter Erinnerung, denn dort hat er bereits einen seiner neuen „Teamkollegen“ kennengelernt – Marcel Kittel. Nach dem Profi-Rennen schlenderte Rimkus durchs Fahrerlager und konnte ein paar Worte mit dem deutschen Sprinter wechseln. „Es hast mich schwer beeindruckt, wie sich solch ein erfolgreicher Profi um seine Fans kümmert“, sagt Rimkus. Und auch ein Foto vom achtfachen Tour-de-France-Etappensieger hat er als Erinnerung geschossen.

Obwohl er als Norddeutscher die Berge nur von Weitem kennt, würde ihn ein Start beim Ötztaler Radmarathon oder beim Endura Alpen-Traum reizen. „Bislang bin ich nur auf Mallorca, im Harz und im Weserbergland gefahren – aber die Steigungen dort kann man ja mit hochalpinem Gelände nicht vergleichen“, so Rimkus.

Viel verspricht sich Rimkus vom Training durch die Crew des Radlabors: „Ich bin gespannt, was man mit gezielten und strukturiertem Training noch aus einem 51-Jährigen herausholen kann.“ Wir auch!

13.02.2015
Autor: Daniel Beck
© RoadBIKE