Traum-Rennräder: Das Creme Vinyl Dopio

RoadBIKE Starshot: Creme Vinyl Dopio aus Stahl

Klare Linien, reduzierte Technik – das Creme Vinyl Dopio erweist sich nicht nur in der Stadt als stilvoller Begleiter. RoadBIKE stellt den Stahl-Renner vor.

"Weniger ist mehr!" Das Credo der Fixie-Szene – Fahrrad-Freaks, die ohne Freilauf und Schaltung unterwegs sind – wird für immer mehr urbane Radfahrer zur Maxime.

Vielleicht auch als Antwort auf eine immer komplizierter werdende Welt. So erobern in den Metropolen alte Bianchis und Colnagos die Straßen, die meisten davon reduziert auf das Wesentliche. Traditionelle Materialien wie Stahl, Chrom und Leder dominieren das Bild.

Doch die Räder dieser Enthusiasten lassen nicht nur ein Stück Rennrad-Tradition wieder aufleben. Angetrieben von der Begeisterung ihrer Besitzer für klassische Linien und schöne Details entstanden auch viele kleine Radmarken – wie Creme –, die dem Retrokult mit liebevoll gestalteten Modellen frönen.

Ziel ihrer Macher ist es, schlichte und traditionsbewusste Räder anzubieten, jedes einzelne davon soll immer auch ein kleines Kunstwerk sein. Ein Anspruch, der beim Vinyl Dopio aufgeht: Fixie-Fans zollen ihm ebenso Anerkennung wie Rennrad-Traditionalisten.

Der Rahmen des Rades besteht aus einem doppelt konifizierten Stahlrohrsatz von Tange, man sitzt auf dem Klassiker Rolls von Selle San Marco; Käfigpedale mit Lederschlaufen, eine geschmiedete Kurbel und die Sattelstütze in Oldschool-Aero-Form wecken Erinnerungen an eine Zeit, "als Männer noch Männer waren und Kameras wie Schweizer Uhren gefertigt wurden".

So sehen es die Macher von Creme. Und Bremsen gehören zwar zum Lieferumfang, müssen aber selbst montiert werden – im Chaos der Großstadt­ auch für echte Männer wohl keine schlechte Idee.

Das Creme Vinyl Dopio im Detail:

  • Preis: 699 Euro
  • Gewicht (komplett): 10,1 Kilo
  • Rahmen: Tange Double Butted
  • Sattel: Selle San Marco Rolls
  • Naben: Novatec
15.01.2012
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 01/2012