Shimano Dura-Ace: Top-Gruppe für 2013 mit 11-fach-Kassette


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Shimano Dura-Ace 9000 2013
Foto: Shimano

 

Shimano Dura-Ace 9000 2013
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Shimano Dura-Ace 9000 2013
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Shimano Dura-Ace 9000 2013
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Shimano Dura-Ace 9000 2013
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Für 2013 hat Shimano die Top-Gruppe Dura-Ace überarbeitet. Highlights der neuen Dura-Ace 9000: die komplett neue Kurbel und eine 11-fach-Kassette. Plus: Neue Teile für die Shimano Dura-Ace Di2. Hier gibt es alle Infos und viele Detailbilder.

Die 2013er-Version der Top-Gruppe von Shimano trägt die Bezeichnung Dura-Ace 9000. Sie löst die Vorgängergruppe Shimano Dura-Ace 7900 ab. Die neue Version der elektronischen Schaltung Dura-Ace Di2 trägt die Produktnummer 9070. Auch diese Version hat Shimano überarbeitet, die neue Dura-Ace Di2 ist kompakter und soll leichter sein.

Antrieb: Neue Kurbel und 11-fach Kassette

Die neue Dura-Ace-Kurbel soll laut Shimano leichter und steifer sein als die Vorgängerkurbel. Auffällig ist das asymmetrische Design mit vier Kurbelarmen. Die neue Dura-Ace-Kurbel lässt sich ohne Umbau als Kompaktkurbel nutzen. Die Kurbelarme sind mit allen Dura-Ace-Kettenblättern von 50/34 bis 55/42 kompatibel.

Shimano hat die Top Gruppe Dura-Ace auf elf Ritzel hinten erweitert. Die neue 11-fach-Kassette gibt es in fünf Abstufungen zwischen 11-23 und 12-28 Zähnen. Auch eine sehr breitbandige Abstufung von 11-28 Zähnen ist dabei. Der Ritzelträger ist aus Carbon und alle Ritzel mit 16 Zähnen und mehr sind aus Titanium gefertigt.

Die neue Dura-Ace-Kette von Shimano ist wieder symmetrisch, das heißt beim Einbau muss keine Einbaurichtung beachtet werden. Hohle Kettenstifte sorgen laut Shimano für ein geringeres Gewicht, dank einer neuen PFTE-Beschichtung soll die Kette haltbarer sein als die Vorgängerversion.

Dura-Ace-Schaltung: Schlankere Hebel und geringerer Kraftaufwand

Die neuen Dura-Ace-Schalthebel haben etwas „abgespeckt“. Die Hörnchen haben an Umfang abgenommen, was laut Shimano den Komfort und die Kontrolle erhöht. Shimano hat darüber hinaus den Auslöseweg des Schalthebels um 30 Prozent verkürzt, Schaltvorgänge sollen jetzt noch schneller möglich sein.

Die neuen Dura-Ace-Innenzüge sind mit einem neuen Polymer-Material beschichtet. Auch das soll die Schaltvorgänge leichter und schneller machen.

Dura-Ace-Bremsen: Kräftiger und mit extra Aero-Version

Shimano hat auch die Dura-Ace-Bremsen komplett überarbeitet. Die Bremsarme der Dura-Ace 9000 sind kürzer als bei der Vorgängergruppe Dura-Ace 7900. Zwei Drehpunkte, statt wie bisher einer, sollen die Bremskraft bei gleichem Kraftaufwand erhöhen. Gegenüber dem Vorgängermodell Dura-Ace 7900 soll die Bremsleistung bei der neuen Dura-Ace 9000 laut Shimano um 10 Prozent gestiegen sein.

Für Zeitfahrer und Triathleten gibt es eine Dura-Ace-Bremse mit Direct Mount. Die Bremse ist optimiert für die Installation hinter dem Tretlager und an einer Aero-Gabel.

Laufräder: Durac Ace Acceleration Series und Dura-Ace Blade Series

Auch die Dura-Ace Laufrad-Familie wurde komplett überarbeitet. Bei den Räder der Acceleration Series wurde die Hinterradnabe an einer Seite verbreitert, was die Stabilität verbessern soll.

Die 50- und 75-mm-Hochprofilfelgen der Blade Series sind in der Felge dicker geworden. Die breitere Felgenform verbessert laut Shimano das aerodynamische Verhalten. Die 50-mm-Version gibt es für Falt- und Schlauchreifen, die hohe 75-mm-Felge nur für Schlauchreifen.

Auch die Anordnung der Speichen hat sich bei den Rädern ab 35 mm Felgenhöhe geändert. Auf Kassettenseite wirken jetzt immer zwei Speichen einer Speiche auf der gegenüberliegenden Seite entgegen. Dies soll die Steifigkeit verbessern.

 

Shimano Dura-Ace Di2 9070 2013
Foto: Shimano Shimano hat das neue Dura-Ace Di2-Schaltwerk kleiner und leichter gemacht.

Shimano überarbeitet auch die elektronische Dura-Ace Di2

Auch das elektronische Flagschiff von Shimano, die Dura-Ace Di2, hat ein Upgrade erhalten. Das neue Dura-Ace-Di2-Schaltwerk ist auch mit der neuen 11-fach-Kassette kompatibel. Dabei konnte Shimano das neue Di2-Schaltwerk leichter und kompakter gestalten als den Vorgänger.

Die neuen, vieradrigen E-Tube-Kabel der Dura-Ace Di2 sollen laut Shimano die Installation von Zusatzschaltern vereinfachen. So können zum Beispiel Sprinter einen weiteren Schalter installieren, der sich auch vom Unterlenker leicht bedienen lässt.

Außerdem sind die E-Tube-Kabel mit den Schalt- und Kontrolleinheiten der Shimano Ultegra Di2 kompatibel. Die neuen E-Tube-Kabel lassen sich an der Innen- oder der Außenseite des Rahmens verlegen.

Den Akku für die Dura-Ace Di2 gibt es jetzt in zwei Ausführungen. Eine Version wird, wie bislang, am Unterrohr/unter dem Tretlager befestigt. Die andere Version kann innerhalb des Rahmens, zum Beispiel im Sattelrohr, montiert werden.

Als neues Zubehör für die Dura-Ace Di2 gibt es einen drahtlosen Fahrradcomputer. Dieser ist mit dem Herstellerübergreifenden Funkstandard ANT+ kompatibel.

Gewicht der neuen Shimano Dura-Ace und Dura-Ace Di2

SHIMANO DURA-ACE 9000

  • Kurbel: 683 g
  • Bremse (vorne und hinten): 297 g
  • Kassette: 166 g
  • Kette: 243 g
  • Schaltwerk: 158
  • Umwerfer: 66 g
  • Schalt-Bremshebel (links und rechts): 365 g

Gesamtgewicht: 1.978 g
Gesamtgewicht inkl. Zügen: 2.072 g

SHIMANO DURA-ACE 9070 Di2

  • Kurbel: 683 g
  • Bremse (vorne und hinten): 297 g
  • Kassette: 166 g
  • Kette: 243 g
  • Schaltwerk: 217 g
  • Umwerfer: 114 g
  • Schalt-Bremshebel (links und rechts): 237 g

Gesamtgewicht: 1.957 g
Gesamtgewicht inkl. Kabel und interner Akku: 2.047 g

SHIMANO DURA-ACE LAUFRÄDER vorne/hinten

  • WH-9000-C24-tubeless: 630/824 g
  • WH-9000-C24-clincher: 680/794 g
  • WH-9000-C35-tubular: 647/715 g
  • WH-9000-C35-clincher: 662/826 g
  • WH-9000-C50-tubular: 641/808 g
  • WH-9000-C50-clincher: 752/920 g
  • WH-9000-C75-tubular: 678/867 g

(alle Angaben laut Hersteller)

Der Autor Sebastian Hohl auf Google+.

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Shimano Ultegra Di2 Historie Foto: Shimano
Shimano Ultegra Di2 Historie Foto: Shimano
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Autor: Sebastian Hohl
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