Revolution im Radsport: Oppositions-Gruppe Change Cycling Now fordert Rücktritt von UCI-Präsident McQuaid

In London hat sich eine Oppositions-Gruppe namens Change Cycling Now formiert. Ihre Forderungen: die Absetzung von UCI-Präsident Pat McQuaid sowie eine saubere und unabhängige Aufarbeitung der Dopingvergangenheit im Profi-Radsport.

 

Greg LeMond
Foto: Gerry McManus, Split Second Images Kann sich die Aufgabe als Interims-Präsident der UCI vorstellen: Ex-Profi Greg LeMond.

Die Gruppe um den dreimaligen Tour-de-France-Sieger Greg LeMond hält den aktuellen Präsidenten des Radsport-Weltverbandes UCI für nicht mehr tragbar. „Pat McQuaid behauptet, er liebe den Radsport. Genau aus diesem Grund sollte er zurücktreten“, so LeMond.

Die UCI benötige laut LeMond einen glaubwürdigen Präsidenten, der Erfahrung im Kampf gegen Doping und Korruption habe. Als möglichen Nachfolger McQuaids brachte LeMond den ehemaligen Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur, Dick Pound, ins Gespräch. Als weiterer Kandidat gilt der australische Anti-Doping-Experte Michael Ashenden. LeMond erklärte sich allerdings auch bereit, zunächst selbst als Interims-Präsident zu fungieren.

Außerdem fordern die Mitglieder von Change Cycling Now, zu denen neben LeMond namhafte Anti-Doping-Kämpfer, Radsportjournalisten und auch ehemalige Profis wie der deutsche Jörg Jaksche zählen, eine Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft von McQuaids Vorgänger Hein Verbruggen.

Die Arbeitsgemeinschaft Change Cycling Now, die vom australischen Radsportsponsor Jaimie Fuller ins Leben gerufen wurde, fordert außerdem die Einrichtung einer Wahrheitskommision zur Aufarbeitung der Dopingvergangenheit, die Bestellung eines unabhängigen Untersuchungsgremiums zur Arbeit der UCI sowie eine unabhängige Dopingkontrollinstanz und eine Änderung der Kultur im Profiradsport.

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