Van Aert ist Cyclocross-Weltmeister, erster Fall von technischem Doping


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Cyclocross weltmeisterschaft Zoldern 2016
Foto: TDW

 

Cyclocross weltmeisterschaft Zoldern 2016
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Cyclocross weltmeisterschaft Zoldern 2016
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Cyclocross weltmeisterschaft Zoldern 2016
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Der Belgier Wout Van Aert holte sich am 31.1. den Weltmeister im Cyclocross. Marcel Meisen landet als bester Deutscher auf Rang 10. Überschattet wurde die Weltmeisterschaft von einem versuchten technischen Betrug beim Elite-Rennen der U23-Damen.

Wout Van Aert (BEL) ist neuer Cyclocross-Weltmeister 2016. Der Belgier gewann vor heimischem Publikum die UCI Weltmeisterschaft im Cyclocross. In einem packenden Finish stellte Van Aert den bis dahin führenden Niederländer Lars Van Der Haar in der letzten von 10 Runden und sicherte sich so den Weltmeistertitel. Dritter wurde der Belgier Kevin Pauwels.

 

Foto: TDW Marcel Meisen landete als bester Deutscher auf Platz 10.

Bester Deutscher war Marcel Meisen. Er schaffte den Sprung in die Top Ten und wurde 10. Philipp Walsleben und Sascha Weber landeten auf den Plätzen 19 und 21.

 

Cyclocross weltmeisterschaft Zoldern 2016 Elisabeth Brandau
Foto: Elisabeth Brandau Elisabeth Brandau bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft 2016.

Thalita De Jong Weltmeisterin, Elisabeth Brandau auf Rang 15.

Bei den Damen holte sich die Niederländerin Thalita De Jong den Weltmeistertitel. Als zweite kam die Französin Caroline Mani ins Ziel. Auf Platz drei landete die sichtlich enttäuschte Sanne Cant aus Belgien. Beste Deutsche war Elisabet Brandau auf Rand 15.

 

Foto: TDW Des mechanischen Dopings beschuldigt: Femke Van Den Driessche.

Technisches Doping

Die UCI beklagte an dem Rennwochenende in Zoldern den ersten Fall von "technischem Doping". Während des Rennens der U23-Damen wurde an einem Rad in der Boxengasse Unregelmäßigkeiten festgestellt.

Wie eine belgische Zeitung berichtet, wurde das Rad von offiziellen der UCI mit einem Tablet-ähnlichen Gerät geprüft, noch bevor es im Rennen eingesetzt wurde. Als man Sattel und Sattelstütze entfernt habe, hätten dort "überall Kabel gehangen".

Das Rad gehörte der belgischen Fahrerin Femke Van Den Driessche. Diese schied in der letzten Runde mit einer gerissenen Kette aus. In einem Interview beteuerte sie, dass das Rad nicht ihr, sondern einem Freund gehöre. Dieser hätte mit ihr trainiert und da das Rad baugleich mit ihrem sei, hätten die Mechaniker das Rad nach dem Training vermutlich eingepackt und so sei es bei ihren Rädern in der Box gelandet.

Sollte sich der Verdacht der UCI bestätigen droht Driessche eine Sperre von mindestens 6 Monaten und eine Geldstrafe zwischen 20.000 und 200.000 Schweizer Franken (ca 18.000 bis 180.000 Euro). Das Team, in diesem Fall der belgische Verband, könnten auch mit einer Sperre und einer sogar noch höheren Geldstrafe belangt werden.

01.02.2016
Autor: Sebastian Hohlbaum
© RoadBIKE