Sexy Cycling Calendar Swiss – noch ein „sexy“ Kalender?


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Sexy Cycling Calender Swiss 2015 2016
Foto: sexy-cycling.ch/ Daniel Geiger

 

Sex Cycling Calender Swiss 2017
Foto: Daniel Geiger

 

Sex Cycling Calender Swiss 2017
Foto: Daniel Geiger

 

Sex Cycling Calender Swiss 2017
Foto: Daniel Geiger

 

Sex Cycling Calender Swiss 2017
Foto: Daniel Geiger
Der Frauenradsport gelangt zu immer mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Durch attraktivere Rennen und durch starke Fahrerinnen. Braucht es da wirklich noch Pin-Up-Kalender mit Rennradfahrerinnen? Ein Kommentar von RoadBIKE-Redakteur Sebastian Hohlbaum.

Sportlicher Erfolg ist die eine Seite. Es gibt aber noch eine andere Seite des Frauen-Radsports. Auf Kalenderblättern räkeln sich Hobby- und Profi-Fahrerinnen leicht bekleidet und tief ausgeschnitten in mehr oder weniger plausiblen Radfahr-Posen. Sehr zur Freude vieler männlicher Radfahrer. Aber passt so ein Kalender noch zum modernen Frauen-Radsport?

Immer mehr Frauen fahren Rennrad. Auch der Profi-Radsport, lange Zeit eine reine Männerdomäne, bekommt immer mehr Zulauf und Aufmerksamkeit. Das Frauen-Rennen „La Course“ des Tour-de-France-Veranstalters ASO findet vor großem Publikum am letzten Tag der Tour auf den Champs-Élysées statt, bevor abends die Männer auf demselben Pflaster die Frankreich-Rundfahrt beenden.

Viele Hersteller erkennen das Potential des Frauen-Radsports, sponsern Teams mit professionellem Material. Die taiwanesische Firma Giant, größter Fahrradhersteller der Welt, hat 2014 sogar seine Frauen-Sparte in eine komplett eigenständige Marke, Liv, ausgegliedert.

Sicherlich sind diese Kalender, wie alles Ästhetische, Geschmackssache. Man kann sie mögen oder nicht. Man könnte allerdings auch argumentieren, dass diese Kalender dem Bild der ernst zunehmenden Sportlerin schaden, indem sie sie zu sehr auf ein Oberflächliches reduzieren. Dass die Arbeit der letzten Jahre, den Frauen-Radsport in eine professionelle Umgebung zu holen, durch die Reduzierung von Frauen auf rein optisches Beiwerk in diesen Kalendern wieder zunichte gemacht wird.

Natürlich gibt es auch Gegenargumente: Alle Damen haben freiwillig an den Fotoshootings teilgenommen (die Diskussion, in welcher Form gesellschaftliche Erwartungshaltungen dazu beigetragen haben, würde hier zu weit führen) und können dafür sicher gute Gründe anführen.

Und ja, jede soll nach ihrer Façon glücklich werden, solange sie dabei niemandem schadet.

Doch in einer Zeit, in der wir uns schon längst von angestaubten Geschlechterrollen verabschiedet haben wollen, wirken diese Kalenderblätter wie ein Gruß aus der Vergangenheit - als Männer Geld verdienen und Frauen schön aussehen mussten.

Und sind diese Kalender wirklich "schadlos"?. Durch die Kalender mit den aufreizenden Posen, werden hübsche Rennradfahrerinnen schnell auf ihr Äußeres reduziert. Und andere werden für ihren Mangel an „Weiblichkeit“ am Ende sogar noch kritisiert. Muss das sein?

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Cool, immer mehr Frauen entdecken den Radsport für sich! Und auch der Frauen-Profisport gelangt zu immer mehr Aufmerksamkeit. Braucht es da wirklich noch Pin-Up-Kalender mit Rennradfahrerinnen?(Sebastian)

Posted by RoadBIKE - Faszination Rennrad on Donnerstag, 5. November 2015


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Cyclepassion Kalender 2015 Foto: Cyclepassion/Daniel Geiger
Cyclepassion Kalender 2015 Foto: Cyclepassion/Daniel Geiger
Cyclepassion Kalender 2015 Foto: Cyclepassion/Daniel Geiger

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05.11.2015
Autor: Sebastian Hohlbaum
© RoadBIKE