Mit dem Fixie von Lissabon nach Marrakesch

Der Start in Lissabon


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Mit dem Fixie von Lissabon nach Marrakesch
Foto: Carlo Fernandez Laser

 

Foto: Carlos Fernandez Laser

 

Foto: Carlos Fernandez Laser

 

Foto: Carlos Fernandez Laser

 

Foto: Carlos Fernandez Laser
Einmal im Jahr stürzen sich die "Hardbrakers" auf Bahnrädern ins Abenteuer. Das jüngste Ziel der Crew: Nordafrika. Lesen Sie hier die Geschichte einer ungewöhnlichen Reise.

Wir sind bereits ein paar Tage vor dem eigentlichen Tourstart in Lissabon. Wir couchsurfen - bei Leuten, deren Wohnungstüren zu jeder Tages- und Nachtzeit für Alles und Jeden offen sind. Unter illegalen Einwanderern, Musikern und Lebenskünstlern bereiten wir uns mit durchzechten Nächten auf die Tour vor. An Fahrradfahren ist im Palo Alto angesichts der kopfsteingepflasterten Steigungen kaum zu denken, fixed schon gar nicht. In den ersten Tagen entdecken wir nur eine Hand voll Radfahrer.

Doch dann: ein frisch eingespeichtes, noch glänzendes Laufrad in der Hand eines Passanten! Roda Gira heißt der Bikeshop - wir machen uns auf den Weg. Tatsächlich ist es ein Fixed Gear Shop, mitten in der Stadt. In der hintersten Ecke des zweiten Stocks in einem alten Innenstadtkaufhaus. Tief glänzende, kupferne Decken, unbehauene Steinwände, dunkle Farben...eine Luxushölle. Die Rolltreppen stehen still. Unsere Shirts werden erkannt, wir werden freundlich aufgenommen und zum Night Ride eingeladen!

RIDE LISBOA...zweimal die Woche ein organisierter Night Ride. Wir werden von 40 Fahrern erwartet, Lissabon hat eine Szene. Der Ride ist schnell, Strava ist durchgehend ein Thema. Wir lernen Sebastian kennen und unterhalten uns den halben Abend mit ihm - er spricht spanisch, wir nicht. Ghostdog lässt grüßen. Er ist Kurier hier und kennt sich aus, lädt uns zu RCICLI ein - Werkstatt, Messenger Headquarter und veganes Restaurant in einem. Wir bleiben ewig, das Essen von Marco wird uns alle noch mehrmals anlocken.

Am dritten Tag kommen Robert und Jubie an, sie sind von Hamburg nach Porto geflogen und die 350km nach Lissabon samt Gepäck auch noch mit dem Rad gefahren. Auf den letzten Metern half ihnen dann ein Zug. Benny nimmt auch den Flieger, und spät in der Nacht zum Tag des Tourstarts kommt das Auto mit der restlichen Truppe an. Sie haben 5 Stunden Schlaf und 24 Stunden Autofahrt hinter sich, um noch rechtzeitig zum Start der ersten Etappe in Lissabon zu sein. Die Dachbox hatte sich als im wahrsten Sinne des Wortes sperrig erwiesen. Zur Begrüßung gab es dann aber für die orientierungslosen Ankömmlinge vor der Tür der Herberge von der restlichen Crew erst mal eine Bierdusche aus dem vierten Stock!

Fotostrecke: Mike Cotty: Road to Mont Blanc

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Foto: Nicolas Jutzi
Foto: Nicolas Jutzi
Foto: Nicolas Jutzi

25.06.2015
Autor: Michal Plata, Karl Krabbenhöft, Raphael Krome
© RoadBIKE