Profi-Radsport: Deutschland-Tour kehrt zurück!


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ASO BDR Deutschland Tour Teaser
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AG2R La Mondiale Focus Izalco Max 2016
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Astana Specialized Tarmac 2016
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Der französische Rennveranstalter ASO und der Bund deutscher Radfahrer haben beschlossen, die Deutschland-Tour wieder zu beleben. Leider könnte es noch bis 2018 dauern.

Der französische Rennveranstalter ASO, Organisator der Tour de France, und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) haben beschlossen, die Deutschland-Tour wieder aufleben zu lassen.

Die Ankündigung des Tour de France Starts 2017 in Düsseldorf und die herausragenden Ergebnisse einer neuen Generation deutscher Radprofis in den weltweit größten Radrennen bieten optimale Bedingungen, dass die jetzige Begeisterung für den Radsport in Deutschland weiter wächst.

Zusammen wollen der BDR und die ASO diese Entwicklung unterstützen. Die Deutschland-Tour soll sich in den nächsten zehn Jahren als Top-Veranstaltung zu etablieren. Beide Partner haben vereinbart, dass der Neustart der Deutschland-Tour bis 2018 erfolgen soll, um eine Veranstaltung auf höchstem Niveau und mit allen Vorzügen einer großen Rundfahrt zu entwickeln.

"Wir versuchen, es schon 2017 zu schaffen, aber wahrscheinlicher ist der Neustart 2018. Gespräche mit TV-Partnern wegen der Übertragungsrechte laufen bereits", sagte BDR-Generalsekretär Martin Wolf der Deutschen Presse-Agentur.

Die Deutschland-Tour der neuen Generation soll den Stärken der deutschen Spitzenfahrer entgegenkommen und ihnen eine optimale Bühne vor heimischem Publikum bieten: Sprints und Streckenführungen, wie man sie von den großen Klassikern kennt, sollen die Etappen der Rundfahrt bestimmen und ein spannendes Rennen liefern. Darüber hinaus soll die Veranstaltung sowohl zum idealen Sprungbrett für künftige deutsche Etappenjäger und Rundfahrer, als auch ein unumgänglicher Termin für die internationalen Radsportstars werden.

"Diese Vereinbarung ist für den BDR richtungsweisend. Die neue Deutschland-Tour ist ein weiteres Element, um die Radsport-Begeisterung in Deutschland auszubauen und die Popularität des Radfahrens in seiner gesamten Breite zu fördern. 27 Millionen Deutsche fahren bereits regelmäßig Rad und viele deutsche Städte erkennen den Wert des Fahrrads in ihren Mobilitätsstrategien. Deshalb wird die Deutschland-Tour nicht nur ein reines Sport-Event sondern ein großes Fahrrad-Fest", kommentiert BDR-Präsident Rudolf Scharping die Zusammenarbeit.

Yann Le Moënner, Generaldirektor bei der ASO, ergänzt: "Wir teilen mit dem BDR das Ziel, die Deutschland-Tour attraktiv für eine breite Bevölkerung zu gestalten und ihnen mit der Rundfahrt den Spaß am Radfahren nahezubringen. Neben Sport auf höchstem Niveau mit den deutschen und internationalen Champions und Jedermann-Rennen für die tausenden engagierte Hobbysportler, planen wir in den Etappenstädten ein tolles Programm für Fans und Neugierige."

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Die deutschen Radprofis André Greipel (Lotto-Soudal), Marcel Kittel (Etixx-Quick Step) und Simon Geschke (Giant-Alpecin) begrüßen die Pläne der A.S.O. und des Bund Deutscher Radfahrer (BDR), die Deutschland-Tour wieder aufleben zu lassen.

"Es sind super Neuigkeiten ", freuten sich Geschke, der genauso wie Greipel und Kittel gestern im Rahmen der Paris-Nizza-Etappe auf die Nachrichten angesprochen wurde. "Deutschland bietet viele Möglichkeiten für spannende Etappen. Es wäre natürlich super, wenn es wieder so werden könnte, wie die Deutschland-Tour vor ein paar Jahren - als Teil der WorldTour", so Geschke weiter.

Greipel ist sich sicher, dass die neue Deutschland-Tour ein Erfolg werden könnte: "Wir haben von den Gegebenheiten her in Deutschland jedes Terrain zu bieten und es werden immer spannende Radrennen dort sein."

"Wir haben viele Fans in Deutschland, die auch gerne die Radrennen in Deutschland sehen wollen", sagte Greipel und Geschke fügte an: "Es gibt viele Fans in Deutschland, die auch über die ganzen Jahre hinweg die Tour de France und alle anderen Rennen, wie den Giro und die Vuelta, verfolgen und die mitfiebern mit den deutschen Fahrern. Für die ist es natürlich besonders schön, wenn wieder ein wirklich großes Rennen auf deutschem Boden stattfindet", sagt Geschke.

Für Kittel ist die Wiederbelebung der Deutschland-Tour auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des deutschen Radsports: "Ich denke, dass es im Moment auf jeden Fall mit dem deutschen Radsport bergauf geht, er aber immer noch nicht auf dem Höhepunkt ist. Ich glaube dieses Jahr ist es auch ein bisschen negativ, denn die Bayern-Rundfahrt findet nicht statt. Deswegen ist es immer gut, wenn gerade die Zeichen für die Zukunft in Richtung eines neuen Rennens stehen. Die Deutschland Tour ist natürlich für jeden deutschen Rennfahrer ein Traum."

11.03.2016
Autor: Sebastian Hohlbaum, ASO, BDR
© RoadBIKE