Neues Super-Rennrad von Specialized und McLaren: der Aero-Renner Specialized Venge

Specialized hat mit der Formel-1-Schmiede McLaren ein neues Super-Rennrad namens Specialized Venge entwickelt. RoadBIKE hat die Infos.

Fotostrecke: Specialized Venge - der neue Super-Aero-Renner von Specialized und McLaren

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Specialized Venge McLaren Rennrad Formel 1 Foto: VeloDramatic/Specialized
Specialized Venge McLaren Rennrad Formel 1 Foto: VeloDramatic/Specialized
Specialized Venge McLaren Rennrad Formel 1 Foto: VeloDramatic/Specialized

 

Specialized McLaren Venge
Foto: Specialized Formel 1 trifft Radsport: Das neue Specialized Venge wurde zusammen mit McLaren entwickelt. Hier sehen Sie die erste Anzeige für den Aero-Renner.

Die Specialized-Familie bekommt ein neues Oberhaupt: Venge heißt das neue High-End-Modell der Amerikaner, das bereits Ende April erhältlich sein soll. Der Aero-Renner, der laut Specialized neue Maßstäbe in Sachen Aerodynamik setzen und somit das schnellste Rennrad der Welt sein soll, ist in Kooperation mit der Formel-1-Schmiede McLaren entstanden, die auch die Renn-Raketen von Luis Hamilton und Jenson Button baut.
Ab April wird es eine S-Works-Version des Rades geben, die sich in der Produkt-Hierarchie neben den bisherigen Top-Modellen Tarmac SL3 und Roubaix einordnet. Im Herbst folgt dann eine spezielle McLaren-Ausführung, die dank besonderer Fertigungstechnologien, die bisher dem Motorsport vorbehalten waren, deutlich steifer, leichter und exklusiver sein soll.

Das Gewicht des S-Works-Rahmens gibt Specialized mit 1040 Gramm in Größe 56 an. Der Rahmen des Venge McLaren, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet, soll momentan 930 Gramm auf die Waage bringen. Beim Set aus Rahmen, Gabel, Sattelstütze und Kurbel verspricht Specialized 2179 Gramm für die S-Works-Variante – 2071 Gramm sind beim McLaren-Modell anvisiert.
Die Geometrie beider Räder entspricht nahezu der Tarmac-Geometrie – lediglich das Steuerrohr wurde zwecks Verbesserung der Aerodynamik um einen Zentimeter verkürzt. Die Steifigkeiten sollen auf dem Niveau des Tarmac SL3 liegen, das sich in RoadBIKE-Tests als eines der steifsten Räder auf dem Markt präsentiert hat.

Ein interessantes Feature des Venge ist die Möglichkeit, durch einfaches Umdrehen der Aero-Sattelstütze, aus der waschechten Rennmaschine mit zwei Zentimetern Versatz, einen Renner zu machen, der es dem Fahrer erlaubt, „über“ dem Tretlager zu sitzen. Eine Funktion, die besonders Triathleten ansprechen dürfte.

Die Preise für die neuen Renner stehen noch nicht fest. Das S-Works-Modell soll sich jedoch leicht über dem Tarmac SL3 einordnen, der Preis der McLaren-Version wird im fünfstelligen Bereich liegen.

Vorgeschichte:
Eigentlich war das Specialized-Projekt noch streng geheim, aber kurz vor der offiziellen Vorstellung waren erste Anzeigenmotive des Venge aufgetaucht.

Schon länger war in Internet-Foren gemunkelt worden, dass Profis vom Team HTC-Highroad bei Mailand-San Remo mit einem neuen Aero-Renner an den Start gehen würden. Nun hat das Kind einen Namen und ein Gesicht.

Das Specialized Venge ist eine Kooperation mit Sportwagen-Hersteller McLaren, der auch für die Formel-1-Geschosse von Lewis Hamilton und Jenson Button verantwortlich ist. Um das ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, das laut Specialized-Werbung „schnellste Rennrad der Welt“ zu bauen, gingen die Amerikaner nach England, um das Know-how der Formel-1-Schmiede zu nutzen.

So sollen beim Venge Materialien, Technologien und Verarbeitungsmethoden zum Einsatz kommen, die normalerweise dem Motorsport vorbehalten sind.

Auf der Eurobike 2011 hat David Heine von Specialized die Besonderheiten des Venge Pro noch einmal für RoadBIKE.de vorgestellt.

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© RoadBIKE