Orbea Orca: Der Rennsport-Klassiker startet komplett neu in die Saison 2017


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Das neue Orbea Orca mit Scheibenbremsen für 2017
Foto: Björn Hänssler
Orbea präsentiert für die Rennrad-Saison 2017 das neue Orca. RoadBIKE hat alle Details – und bereits erste Fahreindrücke gesammelt.

Rahmenbauer mit Tradition: Vor 175 Jahren wurde Orbea im Baskenland gegründet – als Hersteller von Handfeuerwaffen. Seit 1930 konzentriert sich das Unternehmen jedoch auf das Fahrrad. Und wo anders als im grünen Norden Spaniens hätte Orbea seine neuen Renner für die kommende Saison vorstellen können? In der Nähe der ruhmreichen Radsportstadt San Sebastián enthüllten die Basken ihren neuen Spitzenrenner: die jüngste Generation des Orca.

Mit seinem komplett überarbeiteten Flaggschiff richtet sich Orbea vor allem an die Racer. So haben die Profis vom Team Cofidis jüngst die Vuelta a España auf dem Renner bestritten. Der Rahmen soll nur noch 795 g wiegen (53 cm) – also rund 80 g weniger als das Vorgängermodell. Auch die Gabel hat um 12 g abgespeckt. Zudem versprechen die Basken ein deutliches Steifigkeitsplus an Tretlager und Gabel von jeweils rund 20 Prozent. Die neu entwickelte, offene „Freeflow“ Gabel soll zudem deutlich aerodynamischer arbeiten und dem Sportler so rund 4 Watt sparen.

Orbea Orca für 2017 auch mit Disc

Vor allem aber rollt das Orca künftig auch mit Scheibenbremsen über die Straßen. „Wir glauben, dass der Scheibenbremse die Zukunft gehört“, erklärt Produktmanager Joseba Arizaga. Als Disc-Modell soll der Rahmen 840 g auf die Waage bringen, die Gabel 335 g. Mittelfristig wird das Orca mit den Disc-Varianten von Shimano Dura-Ace und Ultegra sowie Sram Red eTap zu haben sein. Die Felgenbremsen-Version soll zudem auch mit der neuen elektronischen Wi-Gruppe von FSA kommen, sobald diese auf dem Markt ist.

Weitere Merkmale sind etwa das für einen besseren Schwerpunkt um 1,5 mm abgesenkte Tretlager (BB386 Evo) sowie die insgesamt leicht kompaktere Geometrie. Dazu spendiert Orbea dem Orca eine integrierte Klemmung für die Sattelstütze, einen vormontierten Kettenabweiser sowie eine optimierte integrierte Zug- bzw. Kabelführung.

Orbea Orca: 3 verschiedene Carbon-Qualitäten

Wer das Auge über das harmonischer wirkende Design mit runderen Rohren und sanfteren Übergängen gleiten lässt, sieht einen schlanken und schicken Renner. Allerdings verabschiedet sich Orbea damit endgültig von der eigenständigen, charakteristischen Orca-Optik, die speziell das Gesicht der frühen Modelle geprägt hat.

Neben der neuen Disc-Version kommt das Orca in drei verschiedenen Rahmenqualitäten. Ganz oben die neu entwickelten OMR- und OMP-Sätze sowie das günstigere, auf dem Vorgängermodell basierende OME-Kit. Insgesamt hat der Kunde so die Wahl aus satten 24 Ausstattungsvarianten. Los geht es bei 1800 Euro für das Orca M30 mit Shimanos 105 Gruppe und Visions Team 30 Comp Laufrädern. Für das teuerste Modell werden 8500 Euro fällig. Dafür bietet das M10i LTD-D Shimanos neue Dura-Ace Di2 mit Scheibenbremsen und Visions Metron 40 Carbonlaufrädern. Ab 2600 Euro gibt es das Orca zudem in Orbeas Custom-Programm myO.

Der erste Fahreindruck des Orbea Orca 2017

Entlang der spanischen Atlantikküste und über die Hügel des Baskenlands ging die erste etwa 40 km lange RoadBIKE-Runde auf dem neuen Orca OMR in der Version mit Srams mechanischer Red-Gruppe und Felgenbremsen. Dabei zeigte sich der „Killerwal“ im ersten Fahreindruck als ambitionierter Kletterer und aggressiver Sprinter.

Der steife aber nicht überharte Renner bringt die Kraft aus den Beinen satt auf die Straße. Der direkte Charakter passt zur Race-Orientierung und zirkelt das Orca präzise durch enge Kurven. Auf der anderen Seite zeigte sich der Renner im ersten Kurztest speziell auf schnellen Abfahrten auf der leicht nervösen Seite.

Die wichtigsten Fakten zum neuen Orbea Orca

  • Rahmen-Versionen: Top-Modell OMR und günstigeres Model OMP
  • Gewicht Rahmen OMR: ab 790 Gramm
  • Bremsen-Optionen: Disc oder Felgebremsen
  • Preis Rahmenkit OMR: 2999 Euro
  • Preis Rahmenkit OMP: 1899 Euro

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30.09.2016
Autor: Felix Krakow
© RoadBIKE