Merida Scultura Disc: Neuer Disc-Renner für 2016


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Merida Scultura Disc 2016
Foto: Felix Krakow

 

Merida Scultura Disc 2016
Foto: Felix Krakow

 

Merida Scultura Disc 2016
Foto: Felix Krakow

 

Merida Scultura Disc 2016
Foto: Sebastian Hohlbaum

 

Merida Scultura Disc 2016
Foto: Sebastian Hohlbaum
Das Team Lampre-Merida war bei der Flandern-Rundfahrt auf einer Disc-Version des Top-Renners Merida Scultura unterwegs. Jetzt wurde das Rad der Öffentlichkeit präsentiert.

Wenige Tage vor dem Kult-Rennen Paris – Roubaix hat Merida die Scheibenbremsen-Version des Scultura der Öffentlichkeit präsentiert. Der Termin liegt nahe, schließlich erlaubt der Disc-Renner breitere Reifen. Ein wichtiger Vorteil auf den berüchtigten Pavés, den holprigen Pflastersteinpassagen im Norden Frankreichs.

Merida Scultura Disc als Weiterentwicklung des Scultura

Im Grunde basiert das Scultura Disc auf dem Felgenbremsen-Modell des Scultura. Da man aber nicht einfach Felgenbremsen ab und Scheibenbremen anschrauben kann, wurden Rahmen und Gabel überarbeitet und mit interessanten Detaillösungen versehen.

So wurde die Gabel aufgrund der hohen Belastung durch die Disc komplett neu entwickelt. Im Ergebnis ist sie deutlich stabiler, aber auch schwerer.

Apropos Gewicht: Den Gewichtsnachteil der Disc gegenüber der Felgenbremsen-Version beziffert Merida am Komplettrad auf 740 g. "Langfristig lässt sich diese Differenz auf etwa 400 g drücken, aber mehr Einsparung wird auf absehbare Zeit kaum möglich sein", ist sich Entwickler Jürgen Falke sicher.

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Flandernrundfahrt 2016: Die Rennrad-Tricks der Profis Foto: Sebastian Hohlbaum
Flandernrundfahrt 2016: Die Rennrad-Tricks der Profis Foto: Sebastian Hohlbaum
Flandernrundfahrt 2016: Die Rennrad-Tricks der Profis Foto: Sebastian Hohlbaum

Die Fahreigenschaften des neuen Merida Scultura Disc

Auch die Kettenstreben wurden angepasst. Sie sind jetzt 8 mm länger, wodurch der Disc-Renner spürbar ruhiger auf der Straße liegt. Überhaupt bewies sich der Profi-Renner bei ersten Testfahrten als ausgeglichener und durchaus komfortabler Untersatz, der wenn es drauf ankommt aber Ernst macht. Dann folgt er direkt und scharf den Lenkbefehlen und stellt seine hohe Spurtstärke unter Beweis.

Bei den Bremsscheiben setzt Merida standardmäßig auf 160 mm, auch 180 mm sind möglich. Clever: Die eigens entwickelte Kühlrippen an der Kettenstrebe sollen die Abkühlzeit der Hinterradbremse halbieren.

Zudem nutzt Merida den von Focus entwickelten Schnellspanner mit Rapid Axle Technology. "Im Renneinsatz bei der Flandernrundfahrt habe ich ein defektes Laufrad damit gefühlt sogar schneller gewechselt, als mit einem herkömmlichen Schnellspanner", sagt Mechaniker Ronny Baron vom Team Lampre Merida.

Lampre-Merida setzte als erstes World-Tour-Team bereits bei den Drei Tagen von de Panne sowie bei der Flandern-Rundfahrt komplett auf Scheibenbremsen. Auch Fahrer anderer Teams waren schon auf Rennrädern mit Scheibenbremsen am Start, jedoch noch nie ein komplettes World-Tour-Team.

Die Fahrer von Lampre-Merida geben sich begeistert. "Anfangs war ich skeptisch. Aber als ich gesehen habe welche Vorteile wir im Regen haben, war ich überzeugt", gesteht Marko Kump. Und Teamkollege Federico Zurlo verrät: "In De Panne habe ich beim Bremsen im Regen Platz um Platz gut gemacht."

Das Scultura Disc kommt in der Topversion CF4 (Rahmengewicht ca. 900 g), dem etwas schweren Carbon-Rahmen CF2 (ca. 1000 g) sowie als Alu-Version Scultura Disc Lite (unter 1500 g).

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Merida Scultura Disc 2016 Foto: Felix Krakow
Merida Scultura Disc 2016 Foto: Felix Krakow
Merida Scultura Disc 2016 Foto: Sebastian Hohlbaum
08.04.2016
Autor: Felix Krakow
© RoadBIKE