Rennradtraining auf der Rolle: Zwift startet iOS-Version


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Das neue Zwift für iOS
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Das neue Zwift für iOS
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Die Online-Trainingsplattform Zwift gibt es jetzt auch endlich in einer iOS-Version für iPhone oder iPad. Bislang lief das Programm nur über Laptop oder PC.

Den Rollentrainer vor dem PC oder dem Laptop aufbauen, ist nicht jedem möglich. Gerade ein iPad lässt sich viel einfacher am Lenker befestigen. Doch wer sein Rollentraining mit der Online-Trainingsplattform Zwift unterhaltsamer gestalten wollte, musste bislang auf Laptop/PC setzen.

Doch das ist jetzt vorbei: Anfang Dezember hat Zwift die lange erwartete iOS-Version ins App-Store gebracht. Über eine Version für Android ist hingegen noch nichts bekannt.

Gleichzeitig wurden einige Verbesserungen eingebracht. Vor allem für Neueinsteiger interessant ist die 7-tägige kostenlose Testversion. Normalerweise kostet die Mitgliedschaft 10 US-Dollar pro Monat.

Kostenlose Möglichkeiten

Wer auch nach der Testphase weiterhin Zwift kostenlos nutzen möchte, hat laut Zwift dazu auch die Möglichkeit - natürlich nur eingeschränkt. 25 km kann jeder Nutzer pro Monat kostenlos fahren.

Die Erweiterung auf iOS bezeichnet Zwift als sehr große Umstellung, weshalb es innerhalb des Programms noch zu Fehlern kommen könne. Nutzer sollen diese via der Zwift Support Community melden.

Im ersten RB-Praxistest auf einem iPhone SE funktioniert Zwift problemlos. Entweder meldet man sich mit einem vorhandenen Account an oder erstellt einen neuen. Das Koppeln eines smarten Rollentrainers (Wahoo Kickr) via Bluetooth geht schnell und einfach, auch weitere Bluetooth-Sensoren (Herz- und Trittfrequenz) lassen sich hinzufügen. So ist man schon nach wenigen Minuten auf Watopia und kann sich mit anderen Rennradfahrern messen. Allerdings ist das Display eines iPhones für die Fülle an Informationen schon recht klein, weshalb ein iPad die deutlich bessere Wahl ist.

Aber Achtung: Die Zwift-App läuft nicht auf allen iPads. Auf einem iPad der 3. Generation zeigt sie an, dass die App mit dem iPad nicht kompatibel sei. Greg Fisher von Zwift erklärt das mit der benötigten Prozessorpower für Zwift. Deshalb werde der neue A6 Chip von Apple benötigt, wie sie ab dem iPhone 5S und den iPads ab 2013 verbaut worden sind.

Über Zwift

Zwift ist eine Online-Trainingsplattform, auf der sich Rennradfahrer aus aller Welt treffen können. Insgesamt rund 36 km Strecke auf der virtuellen Südsee-Insel Watopia stehen zur Verfügung. Auf diesen finden Rennen statt, aber Nutzer können auch genauso gut einfach nur rollen, die Landschaft genießen und andere Fahrer treffen. Je öfter man unterwegs ist, desto mehr Erfahrungspunkte sammelt man, mit denen man seinen virtuellen Radfahrer (Avatar) ausstatten und verschönern kann, etwa mit schickeren Rädern/Laufrädern oder anderen Trikots. Außerdem können virtuelle Berg- und Sprintwertungen gewonnen werden, die ebenfalls mit einem Trikot belohnt werden.

Vorausetzung ist ein Rollentrainer sowie ein iPad/iPhone oder Laptop. Es muss kein intelligenter Rollentrainer sein, auch mit günstigeren Modellen kann man auf Watopia unterwegs sein. Das Rad muss dann aber mit Sensoren für Geschwindigkeit und Trittfrequenz ausgestattet sein. Zwift errechnet dann aus diesen Werten eine virtuelle Leistung, um den Nutzer bei Anstiegen entsprechend einzubremsen. Intelligente Rollentrainer hingegen passen den Widerstand automatisch an.

20.12.2016
Autor: Christian Brunker
© RoadBIKE