Eurobike 2016: Lightweight will bezahlbarer werden


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Lightweight Wegweise 2017
Foto: Benjamin Hahn

 

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Carbonspezialist Lightweight investiert im großen Stil in automatisierte Fertigungsprozesse. Als erstes Produkt läuft der neue Disc-Laufradsatz Wegweiser vom Band.

Lightweight goes Industrie 4.0 - der Laufradspezialist vom Bodensee will seine Produkte künftig automatisiert herstellen und damit die Kohlefasertechnologie "Made in Germany" preislich wettbewerbsfähig machen. Das gab Lightweight bei der Eurobike 2016 in Friedrichshafen bekannt.

Erhard Wissler, Geschäftsführer der Wissler Group, zu der Lightweight gehört, betonte bei einer Pressekonferenz: "Wir stehen zum Standort Deutschland. Dank der Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, wollen wir vor Ort konkurrenzfähige Produkte herstellen, anstatt in Asien."

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Neuer Laufradsatz Lightweight Wegweiser als erstes Produkt

Wo Lightweight steht, und welche Entwicklungsschritte noch warten, zeigt sich am neuen Disc-Laufradsatz Wegweiser, der bei der Eurobike präsentiert wurde. Der High End-Carbonlaufradsatz kommt mit einer 24 Millimeter breiten und 36 Millimeter hohen Felge. Das Gesamtgewicht für die Clincherversion soll laut Lightweight unter 1450 Gramm liegen, bei Lightweight-typischen Steifigkeitswerten und Fahreigenschaften.

Das Set ist freigegeben bis 120 Kilogramm Systemgewicht aus Fahrer und Ausrüstung. Via Centerlock können Bremsscheiben mit 160 Millimetern (Vorderrad) und 140 oder 160 Millimetern am Hinterrad montiert werden. Die erste Generation des Wegweiser soll ab Januar 2017 verfügbar sein und 3500 Euro kosten.

Beim Wegweiser kombiniert Lightweight Handarbeit mit maschinellen Arbeitsschritten: Der Felgenring wird vollautomatisiert in einer eigens entwickelten Maschine hergestellt, die jeweils 20 Carbon-Speichen am Vorder- und Hinterrad werden händisch von außen aufgeklebt. Künftig soll der Anteil der automatisierten Fertigungsschritte immer weiter steigen und ein Grad an Präzision erreichen, der mit Handarbeit nicht möglich ist, so Erhard Wissler.

Dann soll auch der Preis sinken. Mittelfristiges Ziel sei es, Carbonlaufräder in bewährter Lightweight-Qualität zu einem Preis deutlich unter 3000 Euro zu produzieren. Weitere Vorteile der automatisierten Produktion sind hohe Reproduzierbarkeit, geringe Toleranzen, kontrollierte Klebeprozesse in Raumfahrtqualität, eine integrierte Qualitätskontrolle, variable Produkte und kürzere Entwicklungszeiten.

Investitionsvolumen 10 Millionen Euro

Lightweight unterscheidet künftig in zwei Bereiche: die auch weiterhin verfügbaren handgefertigten Produkte aus dem "Lightweight Premium Segment" und die automatisiert gefertigten Produkte aus dem "Lightweight Technologie Segment".

Um die automatisierte Fertigung voran zu bringen und auch auf weitere Produkte auszuweiten, greift Lightweight tief in die Tasche: Für 10 Millionen Euro werden bis 2020 Produktionsstätten für den automatisierten Rahmenbau in Hailfingen bei Stuttgart sowie für den automatisierten Laufradbau in Friedrichshafen errichtet. Ziel sei es nicht zuletzt, durch diese Strategie und mittelfristig sinkende Preise massentauglicher zu werden, so Wissler.

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02.09.2016
Autor: Moritz Pfeiffer
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