Fulcrum: Neues Racing 3 und Carbon-Laufräder

Fulcrum Laufräder 2018
Foto: Dennis Stratmann
Der italienische Laufradhersteller hat seinen Topseller Racing 3 überarbeitet. Darüber hinaus kommen die zwei neuen Aero-Wettkampflaufräder Speed 40 C und Speed 55C.

Wichtigste technische Neuerung der überarbeiteten Racing 3 ist die breitere Alu-Felgen: Sie misst nun innen 17 Millimeter. Entsprechend bauen die Reifen breiter, was den Rollwiderstand senkt und den Komfort erhöht. Die Ausfräsungen an der Felge zwischen den Speichenlöchern folgen einem anderen Design als bisher, was die Felge weniger kastenförmig macht. Laut Fulcrum soll dies die Felge zum einen stabiler machen und zum anderen besser aussehen. Optisch ungewöhnliche, aber durchaus ansprechende Ausfräsungen weist auch die Nabe auf, auf der die Decals mittlerweile nicht mehr aufgeklebt, sondern einpoliert sind.

 

Fulcrum Racing 3 Felge
Foto: Dennis Stratmann

Unverändert sind die unterschiedliche Felgenhöhe (vorne 25, hinten 30 Millimeter), die 2:1-Einspeichung am Hinterrad, der Oversize-Flansch am Freilauf sowie die einstellbaren Konuslager. Das Setgewicht der nicht tubeless-fähigen Clincher gibt Fulcrum mit 1560 Gramm an (ohne Schnellspanner), der ab Dezember erhältliche Satz soll um die 590 Euro kosten.

Wettkampflaufräder Speed 40C und Speed 55C

An Straßenrennfahrer und Triathleten richten sich die Aero-Laufräder Speed 40C und Speed 55C. Als "klassische" Drahtreifen-Laufräder sollen sie alltagstauglicher sein als die schon länger erhältlichen Schlauchreifen-Versionen. Tubelessfähig sind sie hingegen nicht.

 

Fulcrum Speed 55C
Foto: Dennis Stratmann

Die Ziffern in der Modellbezeichnung beziehen sich auf die Profilhöhe: 40 bzw. 55 Millimeter sind die Vollcarbon-Felgen hoch. Bei einer Felgen-Außenweite von 24,2 Millimetern (innen 17 mm) sind die Laufräder für die Verwendung von 25 oder 28 Millimeter breiten Reifen optimiert, maximal sollen 50mm-Reifen fahrbar sein.

Gebremst wird auf der Felge, wobei ein neues, AC3 genanntes Verfahren zur Herstellung der Bremsoberfläche zum Einsatz kommt. Dabei werden die Carbonfasern in einem neuen Flechtmuster angeordnet und Harzspuren auf der Bremsflanke zudem per Laser entfernt. Vorteil laut Fulcrum: eine absolut ebene Oberfläche. Der Hersteller verspricht um mehr als 30 % verkürzte Bremswege bei Nässe.

Beide Laufradsätzen kommen mit Straight-Pull-Aerospeichen aus Edelstahl, (18 am Vorderrad, 21 am Hinterrad. Befestigt werden diese mit Alu-Nippeln. Die Vorderradnabe besteht aus einer Carbon-Hülse mit grauen Alu-Flanschen, die Hinterradnabe ist vollständig aus Aluminium gefertigt. Darin drehen sich USB-Keramiklager. Beide Laufradsätze sind kompatibel mit Shimano-/SRAM- oder Campagnolo-Schaltungen.

 

Fulcrum Speed 55C
Foto: Dennis Stratmann

Aufgrund der weitestgehend identischen Ausstattung sind die Gewichtsunterschiede auf die unterschiedlichen Felgenhöhen zurückzuführen: Das Speed 40C kommt ohne Schnellspanner laut Hersteller auf 1420 Gramm Setgewicht und kostet 1922 Euro, das Speed 55C gibt Fulcrum mit 1470 Gramm an, 2043 Euro werden hier fällig. Beide Laufradsätze sollen ab sofort erhältlich sein, es gilt ein Gewichtslimit für den Fahrer von 109 Kilogramm.

Ab März 2018 wird mit dem Speed 55T DB zudem eine Schlauchreifen-Version für Scheibenbrems-Rennräder verfügbar sein.

Weitere Laufradmodelle

Wer lieber mit flacheren Felgen unterwegs ist, findet möglicherweise im Racing Zero Carbon den richtigen Begleiter. Der Carbonclincher kommt laut Hersteller gerade mal auf 1340 Gramm Setgewicht, gebremst wird ebenfalls auf der mit dem neuen AC3-Verfahren behandelten Carbonflanke.

Für Freunde von Scheibenbremsen hat Fulcrum die Racing 4 DB mit 35 Millimetern Felgenhöhe, die nur 1610 Gramm schweren Racing 5 DB oder die preislich attraktiven Racing 7 DB im Programm. Alle Disc-Laufradsätze können tubeless gefahren werden.

 

Fulcrum Speed 40C
Foto: Dennis Stratmann

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Autor: Moritz Pfeiffer
© RoadBIKE