Campagnolo MyCampy-App: Smarte Radkontrolle

Die neue MyCampy-App von Campagnolo
Foto: Campagnolo
Mit der neuen MyCampy-App lässt sich nicht nur das eigene Material verwalten, auch die neuen EPS-Gruppen lassen sich damit bequem nach den eigenen Wünschen konfigurieren.

Ob Eierkochen oder Abnehmen: Für nahezu alles gibt es mittlerweile eine App. Bei den Fahrrad-Apps setzt Campagnolo mit der neuen MyCampy-App (für Android und iOS) neue Maßstäbe. Denn mit der App lassen sich nicht nur Touren aufzeichnen, die komplette Fahrradgarage samt einzelner Komponenten verwalten, sondern auch (falls vorhanden) Campagnolos neue EPS-Gruppen nach den eigenen Wünschen konfigurieren. Und nicht zuletzt lassen sich die Touren noch detaillierter auswerten.

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MyCampy-App gratis im Appstore

Im Bereich "My Garage" lassen sich die eigenen Räder anlegen, jeweils komplett mit den verbauten Komponenten und Laufrädern. Zeichnet man seine Touren über den "My Sessions"-Bereich auf, erfasst die App beispielsweise, wie viele Kilometer die Kette gelaufen ist und benachrichtigt den Nutzer, wenn der Kettenverschleiß überprüft werden sollte. So weiß man jederzeit, welche Laufleistungen die jeweiligen Komponenten haben. Selbstverständlich lässt sich die App auch mit anderen Apps wie Strava koppeln, sodass man seine Touren nicht überall einzeln hochladen muss.

Fotostrecke: Die neue Campagnolo Potenza

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Die neue Campagnolo Potenza Foto: Campagnolo
Die neue Campagnolo Potenza Foto: Campagnolo
Die neue Campagnolo Potenza Foto: Campagnolo

EPS-Konfiguration per App

Das Herzstück der neuen App ist aber die Konfiguration der Campagnolo EPS-Gruppen. Wichtig: Das funktioniert derzeit nur mit den aktuellen Top-Gruppen Record EPS und Super Record EPS, die bereits die neue DTI V3 Power Unit samt V3 Interface verbaut haben, denn nur die können Signale via Bluetooth LE ans Smartphone senden und empfangen. Ältere EPS-Gruppen lassen sich aber laut Campagnolo mit den beiden Teilen nachrüsten, die Kosten betragen rund 450 Euro für die Power Unit und 165 Euro für das Interface.

Wird die EPS mit der MyCampy-App gekoppelt, lässt sich die EPS bequem über die App anpassen. Dazu bietet Campagnolo drei vorgefertigte Styles an: Race, Sport und Comfort. Verändert wird dabei unter anderem die Schaltunterstützung, die Schaltgeschwindigkeit oder die Multishifting-Eigenschaften. Schaltunterstützung heißt, dass beim Wechsel vom kleinen aufs große Kettenblatt am Schaltwerk automatisch entsprechend gegengeschaltet wird, damit der Sprung nicht so groß ist. Die Schaltgeschwindigkeit bezeichnet die Reaktionszeit der EPS. Das Multishifting, also das Mehrfachschalten am Schaltwerk bei gedrücktem Schalthebel, lässt sich entweder komplett ausschalten, oder aber es lässt sich festlegen, wie viele Gänge auf einmal geschaltet werden sollen sowie wie lange die Zeitspanne ist, nach der vom Einzelschalten auf das Mehrfachschalten umgeswitcht wird.

Außerdem lassen sich die Schalthebel frei konfigurieren, also beispielsweise ob man mit dem linken oder dem rechten Hebel den Umwerfer ansteuern möchte. Im "Sprintermode" beispielsweise steuern Campagnolos Daumenhebel den Umwerfer, während die anderen, im Unterlenker besser greifbaren Hebel für das Rauf- und Runterschalten des Schaltwerks verantwortlich sind. Auch eine komplett einhändige Schaltungskonfiguration lässt sich einstellen.

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Die neue Scheibenbremse von Campagnolo Foto: Campagnolo
Die neue Scheibenbremse von Campagnolo Foto: Campagnolo
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Detaillierte Aufzeichnung

Zudem zeigt die App den genauen Ladestand des Akkus und die Gangwahl an, sogar die Anzahl der Schaltvorgänge wird erfasst. In Kombination mit der Touren-Aufzeichnung lässt sich dann beispielsweise nachvollziehen, an welcher Stelle man in welchem Gang unterwegs war, was weitere Möglichkeiten der Trainingsanalyse eröffnet.
Software-Aktualisierungen der EPS sollen laut Campagnolo ebenfalls über die App aufgespielt werden, sodass das Rad nicht mehr an den Computer angeschlossen werden muss. Gleiches gilt für eine Fehleranalyse, wenn es darum geht, defekte Bauteile zu identifizieren.

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Flandernrundfahrt 2016: Die Rennrad-Tricks der Profis Foto: Sebastian Hohlbaum
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14.04.2016
Autor: Christian Brunker
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