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Shimano, Sram, Campagnolo: Die neuen Einsteiger-Gruppen für 2011 im Vergleich
Konkurrenz ist eine feine Sache! Seitdem Sram bei den Rennrad-Schaltgruppen mitmischt, vergeht kein Jahr ohne Neuigkeiten – 2011 dürfen sich Sparfüchse und Einsteiger über neue Gruppen freuen.
Während Shimano die turnusmäßig anstehende neue 105 präsentierte, preschte Sram mit der innovativen Apex vor. Und Campagnolo legt gleich zwei neue Gruppen nach: Veloce und Centaur. Bei allen Anbietern tut sich somit einiges im preisagressiven Einsteigerbereich (Preise stehen noch nicht fest, liegen aber allesamt weit unter 1000 Euro).
Campagnolo
Die italienische Traditionsmarke haucht den Gruppen Veloce und Centaur neues Leben ein. Zwar bleibt Campa hier bei zehn Ritzeln, doch die Brems-/Schalthebel erhalten die ergonomische Form der teuren Elffach-Gruppen. In den Griffkörpern sorgt eine neue Mechanik für leichtgängige, aber sehr definierte Gangwechsel.
Besonders die Kettenblattwechsel funktionieren durch neue Steighilfen sehr prompt und schnell. Der rechte Daumenhebel reagiert extrem direkt, befördert die Kette pro Klick zackig auf das jeweils nächstkleinere Ritzel ("Power-Shift").
Die Kurbeln bekommen die neue, durchgehende Power-Torque-Achse, bei der höherwertigen Centaur gibt‘s optional eine Carbonkurbel. Damit soll die Gruppe nur 2241 Gramm wiegen – weniger als Shimanos aktuelle Ultegra! Auch die Veloce bleibt leichter als die direkten Konkurrenten Sram Apex und Shimano 105.
Shimano
Die Japaner brechen viele Entwicklungen der Dura-Ace und Ultegra auf die neue 105 herunter – am offensichtlichsten ist das an den neuen, ergonomisch geformten Hebeln mit komplett am Lenker verlegten Zügen. Die Mechanik der 105 funktioniert genau wie bei den teuren Gruppen.
Auch Schaltwerke und Bremskörper ähneln technisch und optisch denen der hoch-preisigeren Gruppen: Die Kette hat nun eine festgelegte Laufrichtung, was noch geschmeidigere Gangwechsel gewährleisten soll. Neue Bremsgummis sollen auch bei der 105 die Bremspower auf-Ultegra- und Dura-Ace-Niveau liften. Damit aber genug der Ähnlichkeiten – der Abstand der neuen 105 zur Ultegra wurde wieder deutlicher.
So verzichten die Entwickler bei den Kurbeln der 105 auf das zweigeteilte große Kettenblatt, die Schalt-/Bremshebel werden aus Alu gefertigt. Bei der Übersetzungsbandbreite belegt Shimano den letzten Platz unter den neuen Einsteigern: 28er-Ritzel sind das Maximum – Campa bietet 29, Srams neue Apex gar 32 Zähne.
Sram
Ein 32er-Ritzel – so viel bietet keine andere Rennradgruppe! Zusammen mit einer Kompaktkurbel sind damit sogar bessere Bergübersetzungen möglich als mit Dreifachkurbelsätzen – bei geringerem Gewicht und weniger Einstellarbeit. Damit soll die Apex Einsteigern entspanntes Pedalieren ermöglichen und passionierten Bergfahrern die passende Übersetzung bieten – Schaltwerk und Ritzelpaket sind mit den teuren Sram-Gruppen kompatibel.
Doch auch sonst kann sich die Apex sehen lassen: Zwar verzichtet Sram auf Carbonteile, doch die Ergonomie der Hebel und die Mechanik entspricht der der teuren Gruppen. Bremsen und Bremsgummis sollen Sram-typisch giftig zupacken. Und selbst mit dem schweren Ritzelpaket punktet die Apex beim Gewicht – sie bleibt rund 70 Gramm unter dem der 105.
Einsteiger dürfen sich 2011 freuen – mehr Auswahl und bessere Gruppen gab‘s nie. Dem harten Konkurrenzkampf sei Dank!
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