"Das wertet mein Rad richtig auf": RoadBIKE Leser-Tester Ralf Eckardt über seine Erfahrungen mit der Dura-Ace Di2

Per Gewinnspiel kam Ralf Eckardt zu seinem neuen Nebenjob: Der RoadBIKE-Leser ist diese Saison als Testfahrer der neuen Elektronik-Schaltung Shimano Dura-Ace Di2 unterwegs. Hier seine ersten Testerfahrungen.

 

Shimnao Dura-Ace Leser-Tester
Foto: Ralf Eckardt Der große Umbau: Kabel und Akku der Dura-Ace Di2 verschwinden unsichtbar im Rahmen und sorgen für einen reduziert-sportlichen Look.

Das große Los hat RoadBIKE-Leser Ralf Eckardt gezogen. Der Hobbyradsportler aus dem Sauerland hat das Gewinnspiel von Shimano-Importeur Paul Lange und RoadBIKE gewonnen und ist jetzt offizieller Testfahrer der neuen elektronischen Schaltgruppe Shimano Dura-Ace Di2.

Ende Mai wurden die Teile auf seinen erst im Frühjahr erworbenen Carbon-Renner Marke Stevens Xenon geschraubt. „Das wertet mein Rad nochmal richtig auf und macht es verdammt leicht“, erklärt der 47-jährige. Großer Vorteil: Der neue Rahmen war bereits für eine elektronische Schaltgruppe vorbereitet, entsprechend verschwinden Kabel, Züge und Akku unsichtbar im Rahmen und verleihen dem Xenon ein schlichtes, schickes Äußeres.

Das Eckardt sich ideal als Testfahrer eignet, zeigen Kilometerleistung und Saisonplanung. Zwar hat der Diplom-Ingenieur erst im zarten Alter von 40 Jahre den Radsport für sich entdeckt, doch mittlerweile spult er rund 9000 km im Jahr ab. Zudem steht er regelmäßig bei Jedermann-Rennen am Start. So geht es etwa am 3. Oktober zum Münsterland Giro.

Und großes Interesse für technische Neuerungen bringt er schon durch seinen Beruf in der Entwicklung und Herstellung von anspruchsvollen Kunststoff- und Elektronikteilen für einen Automobilzulieferer mit.

 

Shimano Dura-Ace Leser-Test
Foto: Ralf Eckardt Bereit zur ersten großen Ausfahrt wartet der Carbon-Rennern auf seinen Reiter.

Erste große Herausforderung für die Dura-Ace Di2: der Dreiländergiro

Die richtig große Feuertaufe hat die Dura-Ace Di2 übrigens schon hinter sich. Ende Juni absolvierte Eckardt mit seinem frisch renovierten Renner den Dreiländergiro. Die 168 km lange Strecke führte über so namhafte Anstiege wie Reschenpass, Stilfser Joch und Ofenpass.

„Sowohl bei der Schaltung als auch den neuen Dura-Ace Laufrädern gab es keinerlei Probleme“, berichtet der zweifache Familienvater und zeigt sich froh, sich für ein 36er-Kettenblatt entschieden zu haben: „So konnte ich alle Anstiege gut meistern. Und bergab haben die Bremsen absolut zuverlässig zugepackt.“ Auch von dem einen oder anderen neidvollen Blick auf sein Rad berichtet der Hobbysportler.

Insgesamt hat der Testfahrer jetzt über 1500 km mit der Elektronik-Schaltgruppe absolviert. Sein Zwischenfazit: „Ich kann nicht über das geringste Problem berichten. Die Schaltung funktioniert wunderbar, macht einfach nur Spaß und sieht auch noch gut aus.“ Gefallen haben ihm bislang besonders die kraftvollen und gut dosierbaren Bremsen sowie die geschmeidigen Schaltvorgänge, auch über mehrere Gänge auf einmal.

Jetzt liegt der Fokus auf der Vorbereitung für den Münsterland Giro Anfang Oktober. Dazu will Eckardt noch vom 36er auf ein 38er-Kettenblatt wechseln. „Mit der neuen Dura-Ace kann ich das ja einfach tauschen, ohne die Kurbel wechseln zu müssen“, so der Di2-Testfahrer.

19.07.2013
Autor: Felix Krakow
© RoadBIKE