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Rennrad-Trainingstipps - by Radlabor Freiburg
Warm Up & Cool Down: Das bringt's - darauf kommt es an
Ein knackiges Ein- und regeneratives Ausfahren sollte ein fester Bestandteil jeder Trainingseinheit für Rennradfahrer sein. Wie Sie ein Warm Up und ein Cool Down in Ihr Rennradtraining mit einbauen und warum Sie davon profitieren, erklärt RoadBIKE hier.
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Ein Autorennfahrer weiß, wie behutsam er mit dem Rennwagen die ersten Kilometer umzugehen hat. Die ersten Kilometer nicht so hoch drehen lassen - bis der Motor ausreichend warm ist. Dann noch ein paar kurze Schlenker, damit auch die Reifen auf Betriebstemperatur kommen. Erst jetzt geht es los und die volle Leistung wird aus dem Rennwagen geholt.
Nicht anders verhält es sich mit Ihrem Körper, auch dieser muss erst einmal auf Betriebstemperatur kommen. Bis alles „rund“ läuft, können durchaus 20 Minuten vergehen. In dieser Zeit wird Ihr Herz-Kreislauf-System langsam in Schwung gebracht und die Muskulatur wird immer besser durchblutet. Erst danach können Sie Ihre Top-Leistung abrufen ohne dabei auch ein Verletzungsrisiko einzugehen.
Ist das System erst mal in Schwung, reagiert der Körper besser auf Reize, die Herzfrequenz passt sich optimal der Belastung an und die Muskulatur wird nicht unnötig strapaziert.
Das System sollte aber auch wieder herunter gefahren werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die letzten Minuten des Trainings locker angehen zu lassen. Dies verbessert den Regenerationsprozess enorm, denn dadurch können Stoffwechselendprodukte wie bspw. Laktat aus der Muskulatur abtransportiert werden.
Bis sich bspw. Laktat nach einem intensiven Training wieder zu seinem Ausgangswert von ca. 0,5-1,5mmol/l zurückgebildet hat, kann es durchaus 30 min dauern. Deshalb fällt dem Cool Down eine besondere Rolle zu, denn Regeneration fängt schon im Training an.
Vorteile eines Warm Up:
- Aktivierung der Muskulatur
- Vorbereitung des Herz- Kreislauf-Systems auf die Belastung
- Geringeres Verletzungsrisiko
- Danach höhere Spitzenleistung abrufbar
Vorteile eines Cool Down:
- Frühere Einleitung des Regenerationsprozesses
- Abtransport von Stoffwechselendprodukten wie Laktat
- Schnellere Erholung vom Training
- Vorbereitung des Nervensystems auf die Erholung
So führen Sie ein Warm Up durch:
- Intensität im Grundlagenbereich 1 (GA1)
- Trittfrequenz 90-110U/min
- In flachem Gelände
- Dauer ca. 15-30 min
Besonderheit:
Am Ende des Warm Up kann je nach Trainingsziel (Intervalltraining) eine kurze Aktivierung stattfinden, beispielsweise in Form eines kurzen Sprints von sechs bis 10 Sekunden.
So führen Sie ein Cool Down durch:
- Intensität im unteren Grundlagenbereich 1 (GA1) oder Kompensationsbereich (KB)
- Trittfrequenz 90-110U/min
- In flachem Gelände
- Dauer ca. 15-30 min
Besonderheit:
Die Herzfrequenz sollte am Ende des Trainings ca. 100 S/min betragen.
Trainingstipps - by Radlabor Freiburg
Foto: www.radlabor.de
Anmerkung zu den Trainings-/ Intensitätsbereichen:
Um individuelle Intensitätsbereiche festlegen zu können, bedarf es einer Leistunstdiagnostik (Laktattest). Nur durch die exakte Bestimmung der individuellen Belastungswerte, kann ein Training effektiv gesteuert werden. Woher soll der Sportler sonst wissen, was bspw. 150 Schläge/Minute auf seinem Pulsmesser bedeuten!? Sollten keine individuellen Trainingsbereiche vorhanden sein, kann man sich auch nach diesen Werten orientieren:
- Kompensations-Bereich (KB): bis 60% der max. Herzfrequenz
- Grundlagen-Ausdauer 1 (GA1) 60-75% der max. Herzfrequenz
- Grundlagen-Ausdauer 2 (GA2) 75-80% der max. Herzfrequenz
- Entwicklungs-Bereich (EB) 80-90% der max. Herzfrequenz
(nach Hottenrott/Zülch)
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