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Trainings-Tipps für den perfekten Saisonstart
Mentaltipps vom Coach
Sportmental-Coach Christian Sterr verrät, wie Sie sich besser motivieren und noch mehr aus sich herausholen.
Formulieren Sie Ihre Ziele richtig:
Wissen Sie schon, bei welchem Rennen Sie starten? Was treibt Sie dazu an? Beantworten Sie die Frage ehrlich! So ersparen Sie sich im Training Selbstzweifel und überprüfen, ob Ihnen das Vorhaben alle Mühen wert ist. Haben Sie ein lohnendes Ziel gefunden, dann finden Sie eine ansprechende Zielformulierung. Der Satz sollte kurz und prägnant sein, mit "Ich" beginnen und positiv formuliert sein. Verbinden Sie Ihr Ziel mit einem bewegenden Bild. Stellen Sie sich vor, wie Sie über die Ziellinie fahren. Prägen Sie sich alle damit verbundenen Sinneseindrücke ein. Je häufiger Sie Ihre Zielformulierung und Ihren Erfolgsfilm zusammenführen, desto intensiver und leichter abrufbar ist die Ressource in Training und Wettkampf.
Konzentrieren Sie sich auf den Sport:
Schalten Sie aus, was Sie beschäftigt, wenn Sie lange Grundlageneinheiten fahren. Versuchen Sie erst gar nicht, sich abzulenken oder gar Probleme zu wälzen – davon vergeht die Zeit auch nicht schneller. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf das Hier und Jetzt – auf das Radfahren, Ihren runden Tritt und die Wahrnehmung Ihres Körpers. Je öfter Sie sich darauf einlassen, desto mehr verlieren Sie das Zeitgefühl. Wer es perfektioniert hat, erlebt den Zustand des „Flows“ – eine unglaubliche Leichtigkeit bei höchster Konzentration
Trainieren Sie Ihren Kopf:
Nutzen Sie Siege wie Niederlagen, um daraus zu lernen. Ankern Sie die positiven Eindrücke eines erfolgreichen Wettkampfs im Gedächtnis. Erleben Sie immer wieder die Bilder, Geräusche, Gerüche, und schwelgen Sie in den damit verbundenen Emotionen. In schwierigen Situationen, wie bei anstrengenden Bergfahrten oder intensiven Trainingseinheiten, rufen Sie diese Vorstellungen wieder ab. Allerdings braucht das Zeit und Übung. Nach einer Niederlage sollten Sie Abstand zu sich und der Situation nehmen und in die Rolle eines Beobachters schlüpfen. Analysieren Sie sachlich, nüchtern und möglichst emotionslos – wie ein Coach – die Ursachen, und finden Sie Lösungen.
Lassen Sie sich coachen:
Auch für Hobbysportler lohnt sich mentales Coaching – besonders vor großen Wettkämpfen. Denn mit einem ausgebildeten Coach können Sie sehr viel mehr aus sich herausholen und Ihre Leistung steigern. Ein guter Trainer arbeitet mit fundierten Methoden und besitzt sportartspezifische Erfahrungen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er Ihnen Werkzeuge an die Hand gibt, mit denen Sie sich auch selbst coachen können. Für den Anfang genügen fünf bis zehn Einheiten. Die Kosten pro Sitzung liegen meist zwischen 60 und 90 Euro.



