Die besten Ausgleichssportarten für Rennradfahrer im Winter

Wintertraining für Rennradfahrer - die besten Ausgleichs-Sportarten


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RB 1111 Heft - Inhalt - Fit durch den Winter
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Rumpftraining - Pedalieren im Seitstütz
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Rumpftraining - Pedalieren im Seitstütz - Variation 1: Klassischer Seitstütz
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Rumpftraining -  Pedalieren im Seitstütz - Variation 2: Einbeiniger Seitstütz
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Rumpftraining - Liegerad fahren
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Setzen Sie neue Trainingsreize und bringen Sie sich mit anderen Sportarten für die nächste Rennrad-Saison in Form. RoadBIKE nennt die besten Ausgleichsdisziplinen.

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Wer erfolgreiche deutsche Rennrad-Profis fragt, was sie im Winter in der radfahrfreien Zeit trainieren, bekommt zumeist nur eine Antwort: Skilanglauf.

Ob Zeitfahrtweltmeister Tony Martin, Top-Sprinter Marcel Kittel, der mehrfache Deutsche Meister Fabian Wegmann oder Kletter-As Johannes Fröhlinger – sie alle zieht es in die Loipe zum Skaten.

"Skilanglauf im Skating-Stil ist der ideale Wintersport für Rennradfahrer", sagt Tim Böhme, Leiter des Trainingscenters im Radlabor, und erklärt auch warum:

"Ähnlich wie beim Rennradfahren gibt es Anstiege und Abfahrten, bei denen man seine Intensität dem Gelände anpassen kann. Außerdem trainiert es durch den Stockeinsatz ganz automatisch den Oberkörper mit und gleicht so die durch das Rennradfahren entstandenen muskulären Dysbalancen im Rumpf aus."

Im Winter neue Reize setzen!

Das Herz-Kreislauf-System beanspruchen, die komplette Muskulatur stärken, neue Bewegungsabläufe lernen – alles Funktionen, die ein optimales Ausgleichstraining erfüllen soll.

Vom Begriff Alternativtraining hält Böhme daher wenig. "Ich brauche keine Alternative zum Rennradfahren, sondern einen Ausgleich. Wichtig ist es, sich Sportarten zu suchen, die muskuläre und motorische Defizite der Hauptdisziplin wettmachen und neue Reize setzen. Wenn es dann noch Transfereffekte gibt – umso besser", so Böhme.

Und auch die bietet das Skaten, weil es überwiegend die gleichen Muskelpartien beansprucht wie das Radfahren.

Von Profis lernen

Skaten hat nur einen Nachteil: Man braucht Schnee dazu – und den hat nicht jeder immer vor der Haustür. Doch keine Angst: Auch schwimmen, laufen oder Ballspiele machen Rennradfahrer fit für die neue Saison, gleichen muskuläre Dysbalancen aus und verbessern das Körpergefühl.

Warum Sie welchen Sport ausüben sollten, erfahren Sie auf den nächsten Seiten. Wichtig: Auf den richtigen Stil kommt es an. Denn falsche Bewegungsabläufe verhindern den Leistungszuwachs und können sogar zu Überlastungsschäden führen.

"Jede Sportart besitzt ihre technischen Besonderheiten, und die können Experten und Profis optimal vermitteln", so Böhme.

Ein Schwimmkurs oder Langlaufstunden in einer Skischule zahlen sich schnell aus, weil der Lerneffekt groß ist und dadurch automatisch der Spaßfaktor steigt. Und Spaß ist schließlich der größte Motivator in der tristen Jahreszeit.


Inhaltsverzeichnis

11.01.2012
Autor: Daniel Beck
© RoadBIKE
Ausgabe 12/2011