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Rennrad - das sollten Sie wissen

Die Geschichte des Fahrrades geht bis ins Jahr 1817 zurück. Doch erst die Laufräder und vor allem das Hochrad der 70er und 80er Jahre des 19. Jahrhunderts waren davon geprägt, nicht mehr ein reines Nutzgefährt zu sein, sondern stellten ausschließlich Sport- und Spaßgerät dar. Die Faszination des Radsports fand spätestens im Jahr 1896 ihren Aufschwung, als Radrennen zu einer olympischen Disziplin wurden.

Das Rennrad wurde speziell für den Einsatz bei Rennrad Rennen konstruiert und zeichnet sich durch die Attribute Geschwindigkeit und Leichtigkeit aus. Während die ersten Rennräder aus schwerem Stahl, ohne Schaltung und mit starrem Antrieb waren, überzeugen sie heute nicht nur durch ihre leichte, sondern auch robuste Bauweise. Als Rahmenmaterial kommt vermehrt Carbon zum Einsatz, aber auch Materialien wie Stahl, Aluminium und Titan werden als Rahmenmaterialien verbaut. Dank der heutigen Bauweise liegt das Gewicht eines Rennrads zwischen 6 und 11 kg, wodurch auf einer Geraden Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h, bergab sogar über 100 km/h möglich sind. Die Materialien weisen auf Grund ihrer unterschiedlichen Merkmale verschiedene Vor- und Nachteile auf. Leichte Rahmen besitzen häufig geringe Lenkkopf- und Tretlagerfestigkeit. Da die Lenkkopfsteifigkeit die Fahrsicherheit senkt und die Tretlagersteifigkeiten die Effizienz des Tretens, ist Anfängern vor allem zu Rädern mit einem Aluminium Rahmen zu raten. Zudem bieten diese in der Regel ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Ambitionierte Rennradfahrer werden allerdings an hochwertigen Rennrädern aus Carbon und Titan nicht vorbeikommen. Carbon ermöglicht nicht nur eine besondere Rahmenform, die großen Einfluss auf die Fahreigenschaften nimmt, sondern zeichnet sich auch durch das enorm leichte Gewicht aus. Leichte Stahlrahmen kommen heutzutage nur noch selten zum Einsatz, da sie in ihrer Herstellung sehr aufwendig und somit teuer sind. Ein markantes Merkmal eines Stahlrahmens sind die auffällig dünnen Rohre, da für die gleiche Festigkeit weniger Material benötigt wird. Sowohl Stahlrahmen als auch Titan-Rennradrahmen zeichnen sich durch ihre besondere Haltbarkeit aus. Titanrahmen sind dabei sehr steif und auch relativ schwer, weisen allerdings ein hervorragendes Fahrverhalten auf.

Der Nachteil dieser Materialien liegt in dem höheren Preis, dieser ist allerdings für solche hochwertig verarbeiteten Materialien durchaus gerechtfertigt. So sind Rennräder mit Carbonrahmen in den Fahrrad Radsport Shops häufig erst ab ca. 1500 € erhältlich.

Da ein kurzer Radstand ein Rennrad wendig macht, beträgt er bei Rennrädern mit Rahmenhöhen von 51 bis 64 cm üblicherweise 940 bis 1070 mm und ist somit niedriger als bei normalen Fahrrädern.

Da die richtige Sitzposition beim Rennrad fahren nicht nur den Komfort, sondern auch die Leistung des Fahrers steigert, wird grundsätzlich eine perfekt an den Köpermaßen des Radfahrers angepasste Rahmengeometrie angestrebt. Aus diesem Grund existieren für Frauen veränderte Rahmengeometrien, welche speziell auf den weiblichen Körperbau angepasste Winkel und Längen besitzen. Besonders beim hochwertigen Triathlonrad ist die Sitzposition für minimalen Luftwiderstand ausgerichtet.

Weitere charakteristische Kennzeichen des Rennrads sind die sehr schmalen Felgen und Reifen, sowie der Rennradlenker.

Die Unterschiede des Rennradreifens liegen in der maximalen Durchstichfestigkeit, Laufleistung und Trocken- sowie Nasshaftung. Aber auch die Rissbeständigkeit und der Rollwiderstand sind wichtige Kaufkriterien. Zudem können sich die dazu individuell zu wählenden Schläuche ebenfalls positiv auf den Fahrkomfort und die Einsatzdauer auswirken.

Auch bei der Wahl der Felge ist auf die unterschiedlichen Ansprüche des Fahrers zu achten. Während Fahrradfelgen heute üblicherweise aus einer Aluminiumlegierung bestehen, werden im Hochpreissegment für Rennräder häufig Faserverbundwerkstoffe verwendet. Die übliche Anzahl an Speichen liegt bei 36, aus Gewichtsgründen und wegen der Aerodynamik werden im Allgemeinen bei Rennrädern aber weniger als 36 Speichen verwendet.

Auch der sogenannte Bügellenker spielt für die optimale Sitzposition eine entscheidende Rolle. Er ist schmaler als die Lenkerstange eines Mountainbikes und ermöglicht dem Rennrad Fahrer dank seiner Form verschiedene Griffmöglichkeiten.

Da Scheiben- oder Hydraulikbremsen unter Wettbewerbsbedingungen keine entscheidenden Vorteile liefern und zudem deutlich schwerer sind, werden bei Rennrädern ausschließlich mechanische Felgenbremsen verbaut.

Zudem wird bei Rennrädern ausschließlich auf Kettenschaltungen zurückgegriffen. Hier wird zwischen Profirennrädern mit 2x10 Gängen und Freizeiträdern mit drei Kettenblättern vorn und 8 bis 10 Zahnkränzen hinten unterschieden. Aus aerodynamischen Gründen wird bei Rennrädern auf Gepäckträger und Schutzbleche verzichtet, wodurch unnötiges Gewicht vermieden wird.

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