Fahrtechnik: Runder Tritt

Jetzt geht's rund


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Foto: Daniel Geiger

 

Fahrtechnik runder Tritt
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Cross-Weltmeister Mike Kluge gibt Ihnen den richtigen Rhythmus: Übungen für den runden Tritt.

Alle wollen ihn, doch fast keiner hat ihn: den runden Tritt. Dem Klickpedal sei dank, kann theoretisch während der gesamten Kurbelumdrehung mit beiden Füßen Kraft übertragen werden, die im Optimalfall zu 100 Prozent in Vortrieb umgesetzt wird. Aber nur theoretisch, denn sportmedizinische Untersuchungen zeigen, dass zumeist nur Kraft beim Drücken des Pedals aufgebracht wird und dass in der Hubphase die meisten Fahrer das Pedal bestenfalls entlasten, statt an ihm zu ziehen.

Nutzen Sie den Saisonstart, um Ihre über den Winter ohnehin vernachlässigte Motorik zu schulen. Fahren Sie nicht weiter stampfend im dicken Gang, sondern elegant und rund mit einer hohen Trittfrequenz von 90 bis 100. Dem „perfekten“ runden Tritt, bei dem sich Druck und Zug die Waage halten, kommen Sie ein gutes Stück näher, wenn Sie die Übungen machen, die Ihnen RoadBIKE-Experte Mike Kluge zeigt. Das A und O: Überwinden Sie die Totpunkte bei zwölf und sechs Uhr durch Drücken und Ziehen mit viel Schwung. Das sorgt für mehr Effizienz beim Pedalieren und einen gleichmäßigen Rhythmus. Und sieht ganz nebenbei auch noch besser aus. Die Kollegen aus Ihrer Trainingsgruppe werden Sie beneiden.

 

Fahrtechnik runder Tritt
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Dicker Gang

Fahren im dicken Gang am Berg schult Körperbeherrschung und Tretrhythmus.

Senken Sie die Trittfrequenz durch einen richtig dicken Gang. Bei 50 bis 60 Umdrehungen pro Minute lassen sich Druck- und Zugbewegung bewusst ausführen. Wichtig: Ruhig im Sattel sitzen.

 

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Einbeinfahren

Nur einen Fuß ins Pedal klicken und das andere Bein hängen lassen.

So merken Sie genau, ob Sie die Übergänge rund treten können. Vor dem oberen Totpunkt beginnen zu schieben und über den unteren das ­Pedal hinwegziehen.

 

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Hochfrequenz

In einen kleinen Gang schalten und bei hoher Frequenz gleichmäßig treten.

Versuchen Sie dabei, nicht auf dem Sattel zu „hüpfen“. Das ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Tritt ungleichmäßig ist. Auch bei dieser Übung ­bewusst die Bewegungen an den Totpunkten ausführen.

02.12.2007
Autor: Nils Flieshardt
© RoadBIKE
Ausgabe 4/2007