Energieriegel: Das sollte drin sein - plus: Sieben Riegel im Test

Kraftspender

Energieriegel sind der ideale Proviant für Rennradfahrer. Doch was steckt in den Snacks eigentlich alles drin? Der RoadBIKE-Vergleich zeigt es.

 

Energieriegel Kraftspender
Foto: Björn Hänssler Unterwegs einen Happen schnappen. Für viele Radfahrer ist der Energieriegel die erste Wahl.

Ob Training, Alpen-Tour oder Rennen – er muss einfach mit: der Energieriegel. Wer länger als 90 Minuten auf dem Rennrad unterwegs ist, muss Kohlenhydratspeicher auffüllen, sonst nimmt die Leistung drastisch ab.

Doch Riegel ist nicht gleich Riegel: Das gilt sowohl hinsichtlich der Inhaltsstoffe als auch des Geschmacks. "Die Zusammensetzung entscheidet darüber, welcher Riegel bei welcher sportlichen Belastung zum Einsatz kommt", sagt Diplom-Ökotrophologe Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim, der für RoadBIKE sieben Brennstofflieferanten unter die Lupe genommen hat.

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Rennrad Training Ernährungs Mythen Tipps RoadBIKE Foto: Deutscher Kaffeeverband
Rennrad Training Ernährungs Mythen Tipps RoadBIKE Foto: Studio Nordbahnhof

Wer länger, aber mit niedriger Intensität unterwegs ist – wie zum Beispiel bei einer Mehrtagestour – sollte einen Riegel mit höherem Fettgehalt wählen, während bei intensiven, schnellen Einheiten – wie einem Jedermann-Rennen – vermehrt Kohlenhydrate als Energiespender zum Einsatz kommen.

Auch die Art der Kohlenhydrate ist entscheidend: "Ein Riegel aus verschiedenen Kohlenhydratquellen liefert sowohl schnell verfügbare als auch lang anhaltende Energie", sagt Schröder. Ein Blick aufs Etikett lohnt: "Meiden Sie gehärtete Fette, die während der Belastung der Verdauung zu schaffen machen." Wenn schon Fett, dann hochwertige, ungesättigte Fettsäuren.

Riegel mit höherem Eiweißanteil sind für die Zeit nach der Belastung zur Regeneration geeignet. "Achten Sie auch auf die Portionsgröße der Riegel. Bei lediglich 17 Gramm Kohlenhydraten bedarf es vieler Riegel, um auf eine ausreichende Energiemenge zu kommen", rät Schröder. Doch was nützt der beste Riegel, wenn er geschmacklich nicht überzeugt? Deshalb galt auch für die RoadBIKE-Praxis-Tester das Motto: Probieren geht über Studieren.

Testen Sie einen neuen Riegel unbedingt im Training auf Geschmack und Verträglichkeit. Oder Sie legen selbst Hand an und backen das bewährte RoadBIKE-Rezept: Der Fantasie sind bei der Wahl der Zutaten kaum Grenzen gesetzt.

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12.08.2009
© RoadBIKE
Ausgabe 09/2008