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Ex-Radprofi Ballerini tödlich verunglückt
Rom (dpa) - Tragödie im italienischen Radsport: Der ehemalige Radprofi Franco Ballerini ist bei einer Auto-Rallye in Larciano in der Toskana tödlich verunglückt. Der 45-Jährige geriet als Beifahrer an der Seite von Pilot Alessandro Ciardi in einem Waldstück ins Schleudern.
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Nur 50 Meter vom Unfallort stationierte Sanitäter und Ärzte hatte sofort versucht, Ballerini zu reanimieren - vergeblich. Der erste Rettungswagen mit einem Notarzt an Bord war innerhalb von 90 Sekunden vor Ort, teilte Rallye-Arzt Giovanni Marena mit. Im Krankenhaus von Pistoia, in das auch Ciardi mit schweren Verletzungen eingeliefert wurde, konnte nur noch Ballerinis Tod festgestellt werden.
Der Unfall mit einem Renault New Clio Sport R3 ereignete sich in der ersten Runde des Rennens. Bei dem Aufprall trug Ballerini nach Angaben der Ärzte schwerste Verletzungen an Kopf, Brust und inneren Organen davon - die Gerichtsmedizin ordnete eine Autopsie an. Ciardi erlitt einen Beckenbruch. Er liegt im Koma, schwebe aber nicht in Lebensgefahr.
Nach 15-jähriger Radsport-Karriere, in der der «autoverrückte» Ballerini 1995 und 1998 zweimal Paris-Roubaix gewann, hatte der Klassikerjäger die italienische Radsport-Auswahl übernommen. Der ehemalige Mapei-Profi stand in dieser Zeit als Regisseur hinter vier Weltmeistertiteln auf der Straße durch Mario Cipollini, Bettini und Alessandro Ballan und verhalf Bettini zum Olympiasieg 2004.
Der Goldmedaillengewinner von Athen, der eigentlich auch bei der Rallye starten sollte, war als einer der ersten in die Klinik gelangt und kondolierte der Ehefrau Ballerinis.
«Ballerini hat auf dem Rad tausendmal sein Leben riskiert. Er fuhr Paris-Roubaix ohne Helm, stürzte sich Dolomiten-Pässe hinunter und hatte nie Schwierigkeiten. Franco war immer auf Sicherheit bedacht, nie ein Hasardeur», sagte Bettini, der Ballerinis Auswahl-Job übernehmen könnte. Bei der vergangenen WM in Mendrisio/Schweiz fungierte er als Assistent zum ersten Mal als dessen rechte Hand.
«Er war ein großer Radrennfahrer und ein erfolgreicher Trainer. Das ist eine Tragödie für den italienischen und den Welt-Radsport», sagte Pat McQuaid, Präsident des internationalen Radsportverbandes UCI, in einer ersten Stellungnahme. Gianni Petrucci, Chef des Nationalen Italienischen Komitees (CONI) sagte: «Nicht nur der Radsport, sondern der ganze Sport weint.»




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